Interessante Kanalanatomie (2)

von Ostidald Wucker
Das DVT hat gezeigt, daß der Kanalverlauf in der mesialen Wurzel eine Stripperforation begünstigt. Wir haben auf eine „großtaperige“ Aufbereitung verzichtet,
wohlwissend, daß wir uns damit der Gefahr eines Puffs durch die thermischen Obturation der Wurzelfüllung aussetzen.

Die initiale Aufbereitung begann mit einer Gleitpfadpräparation mit Handinstrumenten # 08, #10. Danach wurde mit Race Scoutfeilen 10.02, 10.04 weiter gearbeitet. Die maschinelle Aufbereitung erfolgte mit Profile und Mtwo Instrumenten. Der Radialland der Profileinstrumente führte zu einer Zentrierung der Feile im Kanalverlauf und ließ uns auf eine möglichst geringe Begradigung hoffen. Mtwo Instrumente wurden bis 25.06 in der initalen Instrumentation des koronalen und mittleren Drittels des Kanalsystems eingesetzt.
Die apikale Aufbereitung erfolgte bis Iso 40.04 mit Profileinstrumenten in einer variabel Taper, variabel Tippräparation (VTVT).

Die Spülung und Desinfektion erfolgte mittels schall- und ultraschallgestützter Aktivierung mit Zitronensäure 10% und Natriumhypochlorit 5%.
Die Längenbestimmung erfolgte endometrisch unter radiologischer Kontrolle.

Anbei Röntgenbilder aus der Behandlung.

8 Gedanken zu „Interessante Kanalanatomie (2)

  1. Olaf, Ich bewundere Dein Können. Mein 37er hat acht Stunden gebraucht. War aber auch ein Könner nach zwei Stufen vom Vorbehandler. Diese Geduld nötigt mir hohen Respekt ab. Meinen Respekt habe ich ihm durch dir Übeberlassung diverser photographischer Apparate aber gerne gezeigt. Der beste Zahnarzt meines Lebens.

    Gibt es mal wieder was mit Mac? Meine Macs rauchen zügig ab, vier von zehn sind hin, ein Imac ein retina 15 und diverse Ipads, Gruß, Franz

    Dr. F.-J. Heimann

    • Hallo Franz,
      Ostidald hat ganz schön geschwitzt, hat er mir gesagt.
      Die Apparate und Linsen entsprachen dem Können des Behandlers.
      Es war die beste Wahl.
      Herzliche Grüße
      Olaf

      • Hallo Ostidald,

        das finde ich gar nicht so lange angesichts des Schwierigkeitsgrads.

        Inspirierend, dass Deine Freunde und Du immer solche Herausforderungen meistert, trotz Gebührenordnungen, die optimierungsbedürftig sind und der von Euren Kollegen so oft beklagten „Kassenmentalität“ vieler Patienten.

        Von mir dafür jedenfalls ein „Daumen hoch“ und „Weiter so!“. :-)

        Herzliche Grüße und ein schönes sommerliches Wochenende

        HH

    • Hallo Berit,
      meines Wissens geht diese Technik auf John McSpadden zurück.
      Dabei wird mit Feilen unterschiedlicher Konizität und unterschiedlicher Spitzendurchmesser wechselweise gearbeitet um die Belastung der Feile zu verringern.
      Herzliche Grüße
      Olaf

      • Lieber Olaf,
        das war McSpadden und das Prinzip fand meines Wissens seine Umsetzung im K3 Feilensystem (3 Konzepte) als Weiterentwicklung aus dem Quantec-System und Vereinigung der Aufbereitungskonzepte mit konstanter Spitze und variablem Taper (mod. step-back), bzw. variabler Spitze und konstantem Taper.
        Herzliche Grüße
        Marc

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