von Ronald Wecker
vor über einem Jahr wurde an dieser Stelle der Behandlungsfall zweier Oberkieferfrontzähne 3 Jahre nach horizontaler Wurzelfraktur vorgestellt.
Eine zahnärztliche Therapie war trotz, im alio loco angefertigten DVT zu erkennenden, apikaler Parodontitiden und klinisch imponierenden Fistelungen nicht eingeleitet worden.
13 Monate nach Durchführung einer Regenerations- bzw. Revitalisierungstherapie stellt sich die Situation wie folgt dar:
Beide Zähne zeigen keinerlei klinische Symptomatik. Die Fistelungen sind abgeheilt. Der Klopfschall ist unauffällig.
Radiologisch zeigt sich innerhalb des Wurzekanalhohlraums in Zahn 21 eine röntgendichte Struktur. Die Wurzelkanalwand erscheint insbesondere nach mesial dicker.
Zahn 11 weist deutlich erkennbar ein Wurzeldickenwachstum auf. Apikal ist eine röntgendichte „Barriere“ zu erkennen.
Somit scheint zumindest das Primärziel, beide Zähne bis ins implantationsfähige Alter erhalten zu können, in greifbarere Nähe zu rücken.

Lieber Ronald,
strukturierte und wissenschaftlich fundierte Herangehensweise, saubere Ausführung und gewohnt excellente Dokumentation sollten eine Publikation wert sein – nicht erst bei Erreichen des 18. Lebensjahres des kleinen Patienten!
Herzliche Grüße
Marc
Lieber Marc,
Ronald ist dahingehend ein bißchen müde geworden.
Zudem ist bei den zur Zeit 6 in Beobachtung befindlichen Fällen (alles obere Frontzähne im Zustand nach Trauma) kein auch nur halbwegs einheitliches Muster zu erkennen. Angesichts der, in Abhängigkeit von den beteiligten Stammzellen verschiedenen , Outcome-Möglichkeiten eigentlich auch kein Wunder. So sind zwar alle Zähne klinisch symptomlos, beginnende externe entzündliche Resorptionen sind gestoppt, die apikalen Aufhellung nicht mehr zu erkennen , aber der Rest geht kreuz und quer: knöcherne Strukturen im Kanallumen bei normalem Klopfschall, apikale Barrieren (Zahn oder Knochen?) Wurzeldickenwachstum, Wurzellängenwachstum aber eben nicht immer gleich. Insofern könnte eine Veröffentlichung „nur“ eine Anregung für andere Behandler sein, einen gleichen Behandlunsgansatz bei einem ähnlich gelagerten Fall zu versuchen. Und dies Anregung kann ich hier auf WS sehr viel leichter geben.
Ich denke dann nur mit Grausen an die literaturgestützte Diskussion zum Thema Regeneration/Revitalisierung. Da wird dann auf 3 Seiten viel zitiert, ohne dass ein verlässliches Vorgehen abgeleitet werden könnte. Für Ronald einfach zu viel Aufwand hinter dem kein Nutzen zu erkennen ist. Denn jeder der sich für das gezeigte Vorgehen interessiert kann sich die Grundlagen 1-2-fix aus dem WWW runterladen.
Herzliche Grüße
Jörg