von Ronald Wecker
32 Jahre nach orthograder Pastenfüllung und anschliessender Wurzelspitzenresektion zeigte Zahn 32 eine allmählich zunehmende klinische Symptomatik mit palpatorischer Druckdolenz und achsialer Perkussionsempfindlichkeit.
Die genaue Ursache der Pulpanekrose konnte damals nicht ermittelt werden. Nach rezidivierenden Fistelungen wurde die endodontische Therapie von Zahn 31 und 32 eingeleitet und das Ganze dann chirurgisch „beendet“. Weshalb 31 im Gegensatz zu 32 mit einer retrograden Amalgamfüllung bedacht wurde, bleibt ebenfalls unergründet.
Beide Zähne waren bis dahin vollkommen unversehrt gewesen. Ein Trauma war dem Patienten nicht erinnerlich.
Nach Anlegen der Zugangskavität konnte die im koronalen Drittel befindliche Guttapercha entfernt werden. Die apikalen Wurzeldrittel waren mit einer pastösen Wurzelfüllmasse gefüllt. Bereits nach initialer Irrigation schien das gereinigte Lumen einen c-förmigen Querschnitt zu haben. Nach vollständiger Entfernung der alten Obturationsmasse erschien das Kanallumen zum Teil mit einem an der mesialen Kanalwand anhaftenden Dentin-„Zylinder“ ausgefüllt zu sein, der sich im weiteren Behandlungsverlauf mittels Ultraschall in toto entfernen liess.
Die Obturation mit MTA erfolgte in gleicher Sitzung. Gespannt bin ich auf die histologische Beurteilung des „Präparates“.









Lieber Ronald,
könnte es sich hier um kalzifiziertes Pulpagewebe handeln? Sehr interessant und schön dokumentiert.
LG Marc
Hallo Marc,
der Bericht vom Pathologen beschreibt eindeutig Dentin, apikal mit kokoiden Bakterien besetzt!
Herzliche Grüße von Ronald und mir
Spektakulär :-)
Ohne Worte! Ist die Struktur, die auf dem einen Foto aus dem Zahn herausragt, der Dentikel, den Du in toto entfernt hast? Sachen gibt´s…
LG Bernard
Hallo Bernard,
yepp, dieses „Ding“ ist der der von Ronald herausgeschälte Dentikel. Heute kam die Histologie: Dentin!
Schöne Grüße von Ronald