Für oder Wider?

von Ronald Wecker

Der Blick auf das präoperative Röntgenbild liess mich klinisch nichts Gutes erwarten.

R2

Nach der klinischen Untersuchung war ich jedoch angenehm überrascht:

Sondierungstiefen maximal 2,5 mm zirkulär, keine Zahnbeweglichkeit, keine Fistelung, keine Schwellung, keine Perkussionsempfindlichkeit. Ein zum Zeitpunkt der akuten Beschwerden (vor ca. 5 Wochen) vom Patienten mitgebrachtes analoges Röntgenbild zeigt zwar den interradikulären und den distalen Knochenabbau. Apikal waren keine Aufhellungen zu erkennen.

Welchen Rat würde der geneigte Wurzelspitzeleser dem Patienten geben?

Hier noch ein paar Entscheidungshilfen:

 

3 Gedanken zu „Für oder Wider?

  1. Bei einem solchen Rö-Bild würde ich den Zahn zusätzlich auf Frühkontakte prüfen. Das sieht manchmal auch so aus und kann zum Pulpauntergang mit beitragen. Deshalb auch meine Stimme für die Endo-Behandlung .

    • Sollte dann aber nicht zumindest eine, wenn auch minimale Eigenbeweglichkeit des Zahnes vorhanden sein?
      Kleine Vorschau aus der heutigen Behandlung von Herrn Wecker: Die Krone war teilweise dementiert, die Aufbaufüllung pulpanah.

      • Das mit der Eigenbewglichkeit hatte ich auch immer so vermutet, habe aber gerade an Molaren schon anderes erlebt. Erst vor kurzem hatte ich sowas ähnliches : Gußkrone auf 46 angefertigt , Pat. ist zur vereinbarten Kontrolle nach Einsetzen trotz mehrfacher Erinnerung nicht erschienen. Nun sind gut 2 Jahre rum und der Pat. erschien mit Schmerzen an eben diesem 46. Befund und Rö ganz ähnlich wie von Herrn Wecker beschrieben, aber zusätzlich noch auf der Gußkaufläche gut erkennbarer hochglänzender Vorkontakt .

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