Misserfolg? Zahn 26 mit Fistel

von Bodald Necker

Der Patient wurde überwiesen mit Bitte um Wurzelbehandlung am 26. Das Röntgenbild zeigt eine deutliche apikale Aufhellung am mb-Kanal, klinisch ist buccal eine Fistel erkennbar. Der Patient hat hin und wieder leichte Beschwerden.

Nach Trepanation, Anlegen der Zugangskavität und Ausräumen der Reste der Kronenpulpa, zeigten sich im Bereich der mesiobuccalen Wurzel 3 Kanaleingänge. Der Kanäle p, db und mb waren sofort patent. Mb2 weigerte sich anfangs, aber mit einer 006er K-Feile liess sich auch dieser Apex passieren. Nur mb 3 war nicht gängig und liess sich auch nach längerem Suchen nicht apikal öffnen (wenn überhaupt ein eigener Apex vorhanden ist…).
Aus dem mb Kanal drang gelbliches Sekret in die Pulpakammer. Dieses wurde ausgespült und die Kanäle aufbereitet, gespült mit NaOCl, getrocknet und Calciumhydroxid als Medikament eingelegt. Neuer Termin zur WV.

Am nächsten Termin war die Fistel verschlossen, keine Beschwerden. Also den prov. Verschluss entfernt, Med ausgespült, nochmalige Desinfektion mit NaOCl. Bei der Trocknung des mb Kanals mit Papierspitzen lief die Pulpakammer wieder voll mit gelblichem Sekret. Dieses wurde wieder abgesaugt, der Apex weiter eröffnet mit einer 15er Feile und aufsteigendes Sekret abgesaugt bis nichts mehr kam. Calciumhydroxid, Cavit, neuer Termin.

Nach 14 Tagen keine Beschwerden, aber wieder Fistel. Gelbliches Sekret beim Trocknen des mb Kanals, gleiches Spiel.

Letzte konservative Chance für den Zahn über die Feiertage. Desinfektion, Calciumhydroxid.

Wieder keine Beschwerden, aber hin und wieder eine Fistel.

Abklärung beim Chirurgen mittels DVT. Entschluss zur WSR nach WF.

Termin beim Chirurgen wurde vereinbart. Am Tag vor der WSR erfolgte die WF (wieder Sekret aus mb, dieser liess sich anschliessend wieder trocknen). Diese erfolgte „zweizeitig“, zuerst wurden die Kanäle p und db gefüllt und verklebt, anschliessend wurde die mb-Wurzel versorgt. So konnte verhindert werden, dass  Sekret aus der mb Wurzel in die anderen, bereits gereinigten und desinfizierten Kanäle kontaminiert.

Da sich nach mehreren Sitzungen mit Desinfektion und medikamentösen Einlagen die Situation nicht entspannt hat, haben wir uns zur chirurgischen Weiterführung der Therapie entschieden.

Wir werden sehen, ob sich die Fistel verschliesst und zu bleibt.

War es nun ein Misserfolg?
Zumindest konnte mit Aufbereitung, Desinfektion und medikamentöser Einlage die Fistel nicht beseitigt werden. Wie es nach erfolgter WF und ohne WSR ausgesehen hätte, werden wir nicht erfahren.

Wenn die Fistel und die apikale Aufhellung abheilen, kann man es zumindest als Erfolg der  konservativen und chirurgischen Behandlung werten.

Rein konservativ war es bis jetzt kein Erfolg.

Masterpoint

Masterpoint

Ausgangszustand

Ausgangszustand

Wurzelfüllung

Wurzelfüllung

3 Kanäle mesiobuccal

3 Kanäle mesiobuccal, db bereits adhäsiv verschlossen

WF distobuccal, Kanaleingang gesäubert für adhäsiveb Verschluss

WF distobuccal, Kanaleingang gesäubert für adhäsiveb Verschluss

60 Gedanken zu „Misserfolg? Zahn 26 mit Fistel

  1. Sehr geehrter Herr Necker,
    „Ubi pus, ibi evacua“ – „Wo Eiter ist, dort entleere ihn“ – dieser Hippokrates zugesprochene und damit über 2000 Jahre alte grundsätzliche Lehrsatz der Medizin gilt zum einen noch heute (und sicher auch noch für die nächsten 2000 Jahre) und zum anderen auch in der Zahnmedizin. Wenn ein Chirurg sich daran nicht hält, verliert er erst seine Patienten und dann seine Approbation.

    Sie haben sich bei der Behandlung Ihres Patienten nicht daran gehalten, sondern den gerade eröffneten Abszess mit einem in diesem Fall offensichtlich noch dazu auf das vorhandene Keimspektrum unwirksamen Desinfektionsmittel primär verschlossen. Kein Wunder also, dass die Therapie fehlgeschlagen ist.

    Misserfolg? Keine Frage! Noch dazu mit Ansage, um nicht zu sagen: krasser Behandlungsfehler.

    Herzliche Grüße

    Rüdiger Osswald.

      • In dem Moment, in dem Pus kommt, Frau Xyz (warum so gschamig?), ordentlichen Zugang zum Infektherd schaffen (30iger Feile), Dann vorsichtig und mit mäßigem Druck mit 3%igem H2O2 spülen (NIE NaOCl verwenden) und versuchen, die Fistel über den Wurzelkanal zu spülen (wenn das gelingt, haben Sie bereits gewonnen, wenn nicht, wird es etwas schwieriger, weil Sie ja den eigentlichen Ort des Geschehens nicht mechanisch erreicht haben). Dann den Zahn mit ChKM beschicken (viel hilft viel, darauf achten, dass der Inhalt nicht nur aus einer Luftblase besteht), dann Wattepellet drauf, dieses nochmal mit ChKM tränken und dann mit Watte verschließen (also _bedingt_offen lassen). Vorgang alle 2 bis drei Tage wiederholen (geht zur Not bis eine Woche) bis kein Eiter mehr abfließt und die Fistel geschlossen ist. Dann ChKM, Watte,Cavit für eine Woche (zwei bis dreimal wiederholen). Anschließend Jodoformpaste, Watte, Zement für mindestens 3 Monate, bei Extrembefunden gerne noch einmal wiederholen, wir sind ja nicht auf der Flucht), dann WF mit Endomethasone N.

        Sollte es während eines dieser Behandlungsschritte zur Exazerbation kommen (unwahrscheinlich, wenn die Fistel als ziemlich sicheres Zeichen, dass der Infekt abgeklungen ist, verschlossen ist), dann zurück auf Los und noch einmal mit mehr Geduld.

        Diese Fortbildung, die in schwierigen Fällen die Resektion/Extraktion voraussagbar vermeidet und den Zahn langfristig sicher erhält (besonders, wenn er unmittelbar anschließend überkront wird) wurde Ihnen, weil Sie, anstatt mir zu nahe zu treten, einfach nur die einzig interessante Frage gestellt haben, geschenkt von

        Rüdiger Osswald

    • „Ubi pus, ibi evacua“ – „Wo Eiter ist, dort entleere ihn“ – dieser Hippokrates zugesprochene und damit über 2000 Jahre alte grundsätzliche Lehrsatz der Medizin gilt zum einen noch heute (und sicher auch noch für die nächsten 2000 Jahre) und zum anderen auch in der Zahnmedizin.

      Und dem wurde hier entsprochen.
      Der Zahn wurde eröffnet, der Eiter abfließen gelassen.

      Zusätzlich stand die vorhandene Fistel als Abflussmöglichkeit zur Verfügung analog dem eingelegten Drain des Chirurgen.
      Der Fistelgang hat allerdings gegenüber dem Drain den Vorteil, dass er sich von selbst schließt, wenn die Eiterproduktion verschwindet.

      Chirurgen wissen nämlich leider auch, daß solche Drainagen Eintrittspforten für Keime sind, die sehr unangenehme Sekundärinfektionen nachsichziehen können.
      So berichtet Atul Gawande von 11 Prozent Infektionen von zentralvenösen Zugängen nach 10 Tagen. Infektionen, die, je nach Ausgangszustand in 5 – 28 Prozent der Fälle zum Tode der Patienten führten.
      10 Tage nach Legen eines Blasenkatheders in 4 % Prozent der Fälle Blasenentzündungen, 10 Tage am Beatmungsgerät 6 % Pneumonien mit 40 – 45 Prozent Todesrate.

      Ich möchte aus oben genanntem Grund (Eintrittspforte für Keime) keine Drainage im Sinne eines offen gelassenen Zahnes (der nichts anderes als ein in den Knochen und die Mundhöhle ragender Drain ist) haben, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.
      Und am Zahn lässt es sich vermeiden.

      Also – Wenn Eiter, dann aufmachen, Eiter abfließen lassen, desinfizieren, verschließen.
      Die Fistel als natürliche Drainage nutzen.
      Gegebenenfalls inzidieren, den Zahn wieder aufmachen, erneut Eiter abfließen lassen, desinfizieren, aber die Trepanationsöffnung immer wiederverschließen.

      • Bewundernswert, Ha-Wi, wie Du Dir die Dinge so hinreden kannst, wie Du sie gerne hättest. Chapeau! Jetzt nur noch eine kleine Pirouette und die anschließende WSR wird zum angestrebten besten Behandlungserfolg.

        * die Beispiele aus der Medizin haben mit der Therapie eines Abszesses nun wirklich überhaupt nichts zu tun, sondern sind vielmehr an den Haaren herbeigezogen
        * dass der Zahn nicht verschlussfähig war sieht man daran, dass immer wieder Eiter nachlief, der nicht raus konnte
        * wer Angst hat, dass sich ein hochgradig gangränöser, mit einem potenten Desinfektionsmittel beschickter und mit Watte zugestopfter, also für sehr wenige Tage bedingt offen gelassener Zahn aus der Mundhöhle heraus als Grund für einen Misserfolg reinfiziert, der muss sich vielleicht doch noch einmal ein wenig intensiver mit bakteriellen Infektionskrankheiten beschäftigen, um es politisch korrekt auszudrücken.

        „Ich möchte aus oben genanntem Grund (Eintrittspforte für Keime) keine Drainage im Sinne eines offen gelassenen Zahnes (der nichts anderes als ein in den Knochen und die Mundhöhle ragender Drain ist) haben, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.
        Und am Zahn lässt es sich vermeiden.“

        Kein Mensch lässt einen Zahn völlig offen. Und an einem mit ChKM getränkten Wattepellet kommt zunächst einmal kein Keim vorbei. Wenn Du das aber so möchstest, dann wird sich wohl kein Patient dagegen wehren können. Sagst Du ihm dann auch, dass er sich einer WSR unterziehen oder gar seinen Zahn verlieren wird, weil Du das so möchstest? Wie gesagt. Das war ein Misserfolg mit Ansage!

        Herzliche Grüße

        Rüdiger

          • Ob das „Dein“ Fall war, Ha-Wi, oder nicht, ist mir relativ Wurst. In meinem ersten Kommentar habe ich mich an denjenigen gewandt, der dafür gezeichnet hatte. Den Kommentar, auf den ich mich bei meiner zweiten Meldung beziehe, hast Du aber doch geschrieben, oder auch nicht? Jedenfalls steht Ha-Wi drüber.

            Beleidigungen sehe ich nicht. Sehr wohl ein wenig mitleidiger Spott. Und der passt da auch hin. Ihr seit in einer Weise hochmütig wie auf dem falschen Dampfer, dass es ohne Spott für einen Arzt unerträglich ist.

            Viele Grüße

            Rüdiger

          • Rüdiger,

            viele Wege führen nach Rom.
            Ich habe meine Vorgehensweise

            Wenn Eiter, dann aufmachen, Eiter abfließen lassen, desinfizieren, verschließen.
            Die Fistel als natürliche Drainage nutzen.
            Gegebenenfalls inzidieren, den Zahn wieder aufmachen, erneut Eiter abfließen lassen, desinfizieren, aber die Trepanationsöffnung immer wiederverschließen.

            dargelegt und spreche Dir deine nicht ab.

            Was das mit Hochmut zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

  2. Ganz so hart ins Gericht gehen wie Kollege Osswald würde ich in diesem Fall nicht, aber weshalb sollte nicht der Versuch mit einem potenten Desinfiziens gewagt werden, und Pusabfluss ermöglicht werden. Der Patient wird es wohl schaffen, für ein paar Tage nur auf einer Seite zu kauen… Die WSR als zahnhartszubstanzschädliche Therapiemethode ist in meinen Augen sowieso obsolet, weil sie in jedem Fall die Pfeilerwertigkeit heruntersetzt. Deshalb bekomme ich auch Bauchschmerzen wenn ich resezierte Zähne überkronen soll…

    • „Die WSR als zahnhartszubstanzschädliche Therapiemethode ist in meinen Augen sowieso obsolet, weil sie in jedem Fall die Pfeilerwertigkeit heruntersetzt“

      Da haben Sie Recht, Herr/Frau Androgyn. Und weil bei unserer Protokoll WSRs praktisch nicht mehr vorkommen (außer bei großer Prothetik mit Stift, wo man die ganze Arbeit ruinieren würde), bin ich mir auch so sicher, dass das der sehr deutlich bessere Weg ist. Noch dazu braucht es keinerlei technische Hochrüstung.

      Ich finde, androgyne Kommentare sollen nicht zugelassen sein.

      Osswald

  3. Wenn das ein „krasser Behandlungsfehler“ ist, dann müssten aber 98% der Zahnärzte in D heute noch ihre Approbation abgeben. Unsinn.
    Calxyl als alleinige desinfizierende Einlage bei „eiternden“ Prozessen würde mir aber auch nicht reichen. In solche Fällen Injiziere ich ein selbst gemischtes 50/50 Gemisch aus CHX Gel und Clindasaar-Flüssig (eigentlich für i.V. Anwendung) mit voller Wucht in die Kanäle und über den Apex hinaus.
    Danke für den Fall!

    • „Wenn das ein “krasser Behandlungsfehler” ist, dann müssten aber 98% der Zahnärzte in D heute noch ihre Approbation abgeben.“

      So ist es, Herr Koswig. 98% aller Zahnärzte behandeln aber nicht so, sondern extrahieren oder resezieren primär (worauf dann in mehr als 50% der Fälle die Extraktion mittelfristig nachfolgt), was bei einem konservierend mit einfachen Mitteln zu erhaltendem Zahn wohl auch ein krasser Behandlungsfehler ist.. Man kann ihnen jedoch in dem Sinne keinen Vorwurf machen, dass der Behandlungsfehler in diesem Falle Lehrmeinung ist.

      Die Hochschule ist schuld, die in Deutschland in weiten Bereichen vor 100 Jahren schon einmal auf dem richtigen Weg war, seit dem 2. Weltkrieg aber selbst wissenschaftlich praktisch nicht mehr tätig ist und nur noch das nacherzählt, was die Amerikaner und Skandinavier vorplappern. Die Schweizer, insbesonders in Zürich, machen gute endodontologische Wissenschaft, erzielen sehr gute Ergebnisse, wissen mit diesen jedoch offensichtlich nichts anzufangen..

      Herzliche Grüße

      Rüdiger Osswald

    • Clindasaar als Desinfiziens ?
      Wie steht es um die steigende Einstellung einer Resistenz gegen Antibiotika?
      Sollte man dann nicht darauf lieber verzichten?
      Verursacht Clindamycin nicht eine Knochenmarksdepression die übertrieben gesagt potenziell lebensbedrohlich werden kann?
      gern lass ich mich berichtigen.
      liebe Grüße

      • Bei lokal angewendeten Antibiotika, Herr Rudolph, besteht wohl weniger die Gefahr einer allgemeinen Resistenzbildung als vielmehr die einer Allergisierung des jeweiligen Patienten. Und bei dem Bißchen, was da zur Anwendung käme, würde ich auch nicht von der Gefahr einer Knochenmarksdepression ausgehen, schon gar nicht einer mit letalem Verlauf, weil es ja nicht systemisch wirksam wird.. Das Problem ist vielmehr, dass bisher noch jeder Versuch gescheitert ist, apikale Ostitiden zuverlässig(er) mit welchem Antibiotikum auch immer auszuheilen. Von daher kann man die Anwendung besser gleich lassen und stattdessen Desinfekrionsmittel zur Anwendung bringen, die das nachweislich können..

        Herzliche Grüße

        Rüdiger Osswald

  4. Bei aller Abneigung gegen den Stil und die unverschämten Kommentare des Kollegen Osswald möchte ich an dieser Stelle berichten, dass sich in meinen Händen in eventuell vergleichbaren Fällen eine dezente Inzision mit 24 stündiger Einlage eines Streifens oder einer Lasche als heilungsbegünstigend herausgestellt haben. Druck raus, alles gut. Natürlich NIE ohne begleitende Kanalarbeiten.
    Richterliche Aussagen sollten wir dennoch den selbigen überlassen und hier schön lieb bleiben! Finde ich.
    Gruß von der Spree
    D.S.

    • Warum den Patienten unnötig mit einer Inzision quälen, Frau D.S., wo der Eiter doch bereits locker abfließen kann, wenn man ihn denn lässt?

      Rüdiger Osswald

  5. Hallo Herr Osswald,

    Zur Diagnostik: Warum wurde hier auf die Anfertigung eines DVT´s verzichtet?
    Zum Befund: gelbliches Sekret ist nicht immer gleich Eiter, denn es gibt verschiedene Formen von Exsudaten aus pathologisch verändertem Gewebe, denken Sie nur an Phlegmone o. ä. .
    Zur Therapie: Abgesehen davon- und auch ohne Ihre nicht enden wollende Werbung dafür- hätte ich hier auch zu ChkM gegriffen.
    Sollte es sich tatsächlich um einen Abszess handeln (Abstrichentnahme sinnvoll), dann wird auch der additive Einsatz chir. know hows den mittelfristigen Verlust des Zahnes nicht verhindern.

    VG,

    KT

    • Hallo KT,
      es wurde eine DVT gemacht: „Abklärung beim Chirurgen mittels DVT. Entschluss zur WSR nach WF.“
      Herzliche Grüße
      Marc

    • Ich muss mich bei meinem Kommentar schon auf die Aussage desjenigen verlassen können, der den Fall einstellt. Und der sprach nun einmal eindeutig von Eiter. Gerade der Ausfluss von gelbem Eiter zeigt, dass der Zahn eine ausgesprochen gute Prognose hat. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen solchen reseziert oder extrahiert zu haben.

      „Sollte es sich tatsächlich um einen Abszess handeln (Abstrichentnahme sinnvoll), dann wird auch der additive Einsatz chir. know hows den mittelfristigen Verlust des Zahnes nicht verhindern.“

      Warum das denn um Himmels Willen? Und einen Anbstrich nehmen? Wem soll das denn weiterhelfen?

      Rüdiger Osswald

      • Ich werde wohl umgehend einen Augenarzt aufsuchen müssen, denn ich lese immer nur „Sekret“… Daraus abzuleiten, das pyogene Erreger vorhanden waren, grenzt am Lesen in der Kristallkugel. Deswegen kann es in einem solchen Fall, gerade wenn divergierende Fachmeinungen aufeinander treffen, ein Abstrich und seine pathologische Befundung von Vorteil sein. Anders werden Sie hier nicht zwischen Zysten, Abszessen und anderen Möglichkeiten der Osteolyse nicht differenzieren können.

        Sie haben sich immer gegen eminenzbasierte Wissenindoktrinierung ausgesprochen, mittlerweile sind Sie selbst eine Eminenz und tun genau das, was Sie jahrelang nicht gutheissen konnten. Ihre eindimensionalen Therapieansätze entsprechen dem von Ihnen so oft bemühten „Elfenbeinturm“ akademischer Kräfte…

        Rechnen Sie die Watte eigentlich als speicheldichten Verschluss ab, weil ja das ChKM eine quasi unüberwindliche Schranke für Bakterien darstellt?

        • Da steht „gelbliches Sekret“, Frau KT, was ich als Eiter interpretiert habe, was ja auch über die Maßen wahrscheinlich ist. Darüber lohnt sich aber das Disputieren nicht, weil es für den Fall gar keine Rolle spielt. Das Röntgenbild sieht auch eher nach Eiter aus. Aber wie dem auch sei. Ob nun Sekret oder Eiter ist ziemlich Wurst, nur dass es mit fettem, gelbem Eiter nach meiner Erfahrung ein wenig schneller auszuheilen geht.

          Was würde in einem solchen Fall ein Abstrich bringen außer unnötigen Kosten und Verwirrung? Jede Maßnahme erfordert noch dazu eine Indikationsstellung. Histologische Untersuchung und Differenzierung nach Zyste oder Abszess? Da werden Sie wohl kaum fündig. Wie wär’s mit beidem? Antibiogramm? Da bekommen Sie von 4 unterschiedlichen LAbors 4 verschiedene Ergebnisse (siehe PAR). Noch dazu sind bisher alle Versuche gescheitert, das endodontische Problem mit Antibiotika zu lösen. Wollen Sie vielleich auf Ca(OH)2 testen? Dass das nicht funzt, wissen Sie ja schon. Oder gar auf ChKM? Dass das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wirksam ist, wissen Sie auch bereits. Schließlich ist bisher kein einziger Erreger beschrieben, mit dem ChKM nicht fertig wird.

          Das hat nichts mit Eminenzbasiertheit zu tun, sondern es handelt sich um eine klassische ex juvantibus – Therapie aufgrund empirischer Erfahrung auf der Basis wissenschaflich erwiesenerTatsachen. Das Drama der Endodontie (und der gesamten Zahnheilkunde) ist ja gerade der erschreckende Mangel an wissenschaftlicher Evidenz, der einem keine andere Wahl lässt, wenn man erfolgreicher behandeln will als die Befolgung der zahlreichen falschen Lehrmeinungen es zulässt.

          „Rechnen Sie die Watte eigentlich als speicheldichten Verschluss ab, weil ja das ChKM eine quasi unüberwindliche Schranke für Bakterien darstellt?“

          Nein. Und ich betrüge die Patienten auch nicht, indem ich etwas Kunststoff in den Kanal klebe und diesen allein die Revision erschwerenden Baaz dann als adhäsiven Stiftaufbau abrechne.

          Osswald

  6. Lieber Bodald,
    hat die DVT keinen diagnostischen Rückschluß auf die Ursache dieser kontinuierlichen Sekretion, respektive Fistelbildung, und anatomische Lagebeziehungen der mesiobuccalen Wurzel erlaubt?
    LG Marc

  7. Großartig: Trolling ist offenbar ein Phänomen, dass auch in Akademikerkreisen vorkommt.
    Ich bin sehr gut unterhalten, vielen Dank!

  8. Man kann nicht soviel essen, wie man kotzen könnte, auf die Osswaldschen Kommentare hin….
    Ich frage mich, woher so ein Typ diese Hybris und Überheblichkeit nimmt. Sein wissenschaftliches Know-How kann es nicht sein. Seine handwerklichen Fähigkeiten mindestens ebenso begrenzt… Also woher???
    Der Preis für den guten Geschmack geht spätestens nach Zahn offenlassen mit ChKM-getränktem Wattepellett auch an jemand anderen.
    Die Antwort: Man weiss es nicht! Sigmund Freud könnte helfen….. vielleicht!
    Meine Empfehlung: Lächeln – Nicken – weiter gehen!
    Alles andere wäre ein Behandlungsfehler der vielen netten Kollegen hier in diesem Kreis!

    Herzliche Grüße,

    Harald Vögele

    • Nachdem die Kommentare ja immer nach Kontrolle / Moderation freigegeben werden, könnte man sicher an dieser Stelle schon „sortieren“.
      Wie wäre es?
      die letzten Tage waren sehr anstrengend …
      Viele Grüße
      Andreas Habash

      • Also, ich würde da nichts der Zensur unterwerfen, zumal die Beleidigungen, wenn man sie denn als solche aufwerten will, sich ja vorwiegend gegen die Macher dieses Blogs und der Beiträge richten, also die Leute, die es in der Hand hätten, sie zu zensieren. Zeugt von Größe, das nicht zu tun.
        Für Aussenstehende, wie mich ist es überwiegend amüsant; wenn man auch das ein oder andere Mal den Kopf schüttelt, ob der Art und Weise, wie hier teilweise von Herrn Osswald diskutiert und argumentiert wird. Wenn man sich seine Website anschaut (und das tut man nach diesen Auftritten und das ist wohl auch das Ziel dieser Kommentation), dann fällt mir da auch nicht gerade das Übermaß an Kompetenz und fachlicher Überlegenheit auf, wobei man sicher auch nicht allein darauf beruhend ein entsprechendes Urteil fällen kann. Ich bin aber mit meiner fachlichen Meinung auch eher in der Stoßrichtung, die in diesem Blog vertreten wird und zwar nicht nur aufgrund meiner universitären Ausbildung, sondern auch aufgrund meiner praktischen Erfahrung. Ich bin überaus dankbar für diese tägliche kostenfreie Fortbildung in hoher Qualität. Insofern könnte Herr Osswald auch vielleicht von seinem hohen Ross herabsteigen wegen der „Gratis-Lektion“, die er erteilt haben will.
        Schöne Grüße aus dem hohen Norden…

        • „Insofern könnte Herr Osswald auch vielleicht von seinem hohen Ross herabsteigen wegen der “Gratis-Lektion”, die er erteilt haben will“

          Jetzt sitzt man schon auf einem hohen Ross, wenn man fordert, die am Infekt beteiligten Erreger vor dem definitiven Verschluss so gründlich wie irgend wöglich abzutöten, um Rezidive, WSRs und Extraktionen sicher zu vermeiden, Herr Köppe. Ganz schön klein die Pferde da bei Ihnen im hohen Norden.

          Herzliche Grüße aus dem Land, in dem die großen Pferde grasen…smile…

          Rüdiger Osswald
          .

        • Hallo Herr Osswald,
          mit der Gratis-Lektion bezog ich mich auf Ihren Beitrag vom 15.01., 16:48h, und da speziell auf den letzten Absatz, in dem Sie großmütig von einer von Ihnen geschenkten Fortbildung schrieben. „Fortbildung“ würde ich das nicht nennen, sondern Meinungspublikation, gerade auch vor dem Hintergrund dieses mit viel Mühe erstellten Blogs, in dem, zumindest meiner Meinung nach, eine hohe Behandlungsqualität aufgezeigt wird, die Schritte, wie man dahin gelangt, explizit erläutert werden und das alles auch noch relativ bescheiden und unaufdringlich und noch dazu gratis einer breiten Masse zugänglich gemacht wird. Ich finde die Dokumentation durchweg plausibel und einleuchtend.
          Das kann ich bei Ihrer eigenen Homepage nicht zwangsläufig finden. Wenn Sie da in einigen Dokumentationen von „überpresstem Sealer“ sprechen, wo es (zumindest für mich) auch nach überstopftem Mastercone aussieht oder wenn Sie den Randschluß einer Krone anpreisen, der auf dem ersten Rö-Bild schlecht aussähe, aber auf dem zweiten sehe man ja, dass es vernünftig sei und dann sieht man für meine Belange auch auf dem zweiten Bild eine deutlich überkonturierte Krone (ich spar mir jetzt die genaue Angabe der jeweiligen Links), so komme ich zu dem Schluß, dass wir augenscheinlich Dinge unterschiedlich beurteilen. Und Sie mich bislang einfach nicht überzeugen konnten. Wobei ich nicht von vornherein abgeneigt bin, mich von von der Lehrmeinung abweichenden Behandlungsschemata überzeugen zu lassen. Zum CHKM kann ich nur sagen: ich habe bereits in einigen Praxen gearbeitet, in denen CHKM zur Anwendung kam und gerade in diesen Praxen wurden nicht eben wenige Patienten einer WSR zugeführt. Das spricht natürlich nicht zwangsläufig gegen das Mittel, denn auch mir ist klar, dass auch das beste Werkzeug in den falschen Händen nicht viel auszurichten vermag, aber ich würde eben nicht allen CHKM-Anwendern fachliche Kompetenz absprechen was die mechanische Aufbereitung angeht. Ich bin einfach bislang nicht überzeugt. Und Hohn und Spott sowie Überheblichkeit tragen nicht dazu bei, die eigene Position zu untermauern und sich glaubwürdiger zu machen. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung. Gerne auch vom Shetland-Pony herunter.
          Schöne Grüße, Klaas Köppe

        • Sehr geehrter Herr Kollege Osswald,
          vielleicht können Sie ja einen CHKM- Blog ins Leben rufen. Es wäre sehr interessant einige Ihrer Fälle zu verfolgen ( es gibt bestimmt auch einige Kollegen, die Ihre Methode praktizieren) – vielleicht auch mal einige Mißerfolge ( obwohl es die ja gar nicht geben dürfte ;-) ) . Die Kraft , die Sie dazu verwendet, derartige Kommentare zu verfassen, könnten Sie ja sinnvoll nutzen. Es würde Ihnen vielleicht ja mal gut tun, sich selbst kritischen Kommentaren zu stellen.

          Mit freundlichen Grüßen
          Damian Köllner

          • „Es würde Ihnen vielleicht ja mal gut tun, sich selbst kritischen Kommentaren zu stellen.“

            Ihnen kann man echt nichts vormachen, Herr Köllner, das erkenne ich sofort. Sie haben mich genau studiert, gleich durchschaut und wissen jetzt genau, was ich in den letzten 20 Jahren gemacht habe. Respekt!

            Herzliche Grüße

            Rüdiger Osswald
            P:S. Misserfolge gibt es immer. Shit happes. Aber doch nicht jeder 10. im einfachsten Fall. Mehr als jeder 100ste sollte es bei einem einfachen bakteriellen Infekt in einem seit 100 Jahren vollständig beschriebenen anatomischen Umfeld nun wirklich nicht sein. Von den etwas schwierigeren Fällen (jeder 5., respektive jeder 3., usw.) einmal ganz abgesehen.

        • Sehr geehrter Herr Osswald,
          um Sie zu studieren, muss man sich nur Ihre Beiträge durchlesen…….. .
          -Aber mal ehrlich: lassen Sie Ihre Beleidigungen doch auf einem eigenen Blog.

          MfG
          Damian Köllner

    • „Der Preis für den guten Geschmack geht spätestens nach Zahn offenlassen mit ChKM-getränktem Wattepellett auch an jemand anderen.“

      Der schlechte Geschmack ist wirklich das einzige Argument, dass nach sorgfältiger Abwegung übrig bleibt, um die Anwendung von ChKM zu unterlassen, Herr Vögele. Es ist aber mit Blick auf seine Wirksamkeit bei der Abwesentheit jeglicher Nebenwirkungen mit Sicherheit auch das dümmste.

      Herzliche Grüße

      Rüdigre Osswald

      • “ in dem Sie großmütig von einer von Ihnen geschenkten Fortbildung schrieben“

        Ich hatte Sie schon richtig verstanden, Herr Köppe, aber das war doch eine ganz offensichtlich spöttische Bemerkung, Ich könnte – um noch einen drauf zu setzen- Ihnen jetzt antworten: Natürlich haben Sie Recht mit Ihrer Kritik, Weiterbildung trifft es viel besser….smile…..

        Aber jetzt mal im Ernst. Ich habe an dieser Stelle schon mehrfach betont, wie sehr ich das, was hier in Serie an mechanischer Kunstfertigkeit und Liebe zum Detail gezeigt wird, bewundere. Noch mehr bewundere ich die Hingabe, zu der man fähig sein muss, um sich mehrere Stunden mit der Aufbereitung eines Zahnes zu beschäftigen (der Rekord liegt, wenn ich das erinnere inzwischen bei 7). In weniger als 6 Stunden transplantieren andere ganze Herzen. Bei mir muss die Aufbereitung eines Molaren im Schnitt in 30 Minuten erledigt sein. Viel länger halte ich es nicht aus, und länger kann mich die erdrückende Mehrzahl meiner Patienten (ich habe eine ganz normale Kassenpraxis) auch nicht bezahlen.

        Was mich fassungslos macht, ist, dass dieser immense Aufwand und diese Hingabe letztlich nicht zu einer Verbesserung der Performance führt (führen kann), weil elementare medizinische Grundsätze nicht eingehalten werden, und dass ich, nur weil ich die Einghaltung dieser Grundsätze im Interesse der Patienten mit vollem Recht einfordere und darüber hinaus wissenschaftlich sehr gut begründete Vorschläge mache, wie man das zum Wohle der Patienten und Behandler ändern könnte, angefeindet werde. Als da sind:

        1) Ubi pus, ibi evacua
        2) Die Erreger müssen vor dem definitiven Verschluss zuverlässig abgetötet worden sein
        3) Die Erreger müssen überall dort abgetötet werden, wo sie sich aufhalten
        4) Zu diesem Zweck müssen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, die
        a) mit diesen Erregern nachweislich fertig werden (und nicht solche, die das wissenschaftlich erwiesen nicht schaffen)
        b) nachweislich überall dorthin gelangen, wo sich die Erreger aufhalten (und nicht solche, die das aufgrund der ihnen innewohnenden Eigenschaften wissenschaftlich erwiesen gar nicht können)
        c) überall dorthin gelangen dürfen, wo sich die Bakterien aufhalten, ohne ernsthafte, oder sogar irreversible, im schlimmsten Falle sogar letale Nebenwirkungen zu entfalten (und nicht solche, die das aufrgund der ihnen innewohnenden Eigenschaften wissenschaftlich erwiesen gar nicht dürfen).
        5) Noch dazu müssen diese Desinfektionsmittel wegen der Komplexität des anatomischen Umfeldes, der besonderen Renitenz der Erreger und der besonderen Schwierigkeit der Ausheilung einer bakteriellen Ostitis sehr geduldig, also – in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung – über eine
        lange Zeit angewendet werden.

        Das sind ganz einfache Forderungen, die bei der Behandlung einer in aller Regel bakterienindizierten Infektionskrankheit in einem komplexen, aber immerhin seit 100 Jahren vollständig beschriebenen anatomischen Umfeld ohne jeden Zweifel erfüllt werden müssen.

        Ohne jeden Zweifel werden Sie aber von dem als Goldstandard gelehrten und hier praktizierten/publizierten Behandlungsprotokoll nicht erfüllt.

        Es klappt nicht? Kein Problem! Etwas anderes versuchen? Teufelszeug! Kommt überhaupt nicht in Frage! Und jetzt? ab zum Chirurgen/Implantologen/Prothetiker!

        Kein Wunder also, dass die Ergebnisse endodontologischer Bemühungen seit nunmehr 70 Jahren unverändert grottenschlecht sind.

        „nach überstopftem Mastercone aussieht“

        Da haben Sie aber wenig gelesen und geschaut. Ich fülle zum einen nicht mit Guttapercha (lediglich für den Apex zu dicker Einzelstift), und zum anderen wird der überstopfte Sealer mit der Zeit unter knochendichter Ausheilung zuverlässig resorbiert.

        „den Randschluß einer Krone anpreisen, der auf dem ersten Rö-Bild schlecht aussähe,“

        Anpreisen tue ich einen Randschluss sicher nie. Geht ja auch gar nicht, weil es sich bei den publzierten Fällen in aller Regel um Zähne handelt, bei denen man froh ist, die Krone irgendwie noch ausreichend auf Zahn setzen zu können, was man ja muss. Darüber hinaus ist der Randschluss einer Krone im Röntgenild nicht zu beurteilen, es sei denn, er steht mehrere Millimeter über. Her mit dem link, warum so sparsam?

        „Zum CHKM kann ich nur sagen: ich habe bereits in einigen Praxen gearbeitet, in denen CHKM zur Anwendung kam und gerade in diesen Praxen wurden nicht eben wenige Patienten einer WSR zugeführt“

        Gerne vorgebrachtes, aber nichtdestotrotz schlechtes Argument, weil es auf die „Wundermittelargumentation“ hinausläuft. ChKM ist kein Wundermittel, sondern lediglich ein sehr potentes Desinfektionsmittel. Und die ordentliche Aufbereitung ist eine Conditio sine qua non. Darüber hinaus gilt es (siehe oben), alle Forderungen zu erfüllen. Das ist ja gerade das Problem:

        Die Altvorderungen waren mechnisch behindert, haben aber medizinisch korrekt desinfiziert. In der Folge hatten sie eine gewisse Performance. Heute wird mechnisch nahezu das Optimum erreicht (mehr als 50% mechanische Reinigung geht eh nicht, eher deutlich weniger, insbesondere wenn man den Periapex mit einbezieht), dafür wird die Desinfektion sträflich vernachlässigt. Die Folge ist, dass man in der Performance nicht vorankommt. Die Lösung des Problem ist eigentlich einfach: Ordentlich aufbereiten, ordentlich desinfizieren, ordentlich abfüllen. „Ordentlich Abfüllen“ ist dann noch mal ein Extra-Kapitel.

        „Und Hohn und Spott sowie Überheblichkeit tragen nicht dazu bei, die eigene Position zu untermauern und sich glaubwürdiger zu machen“

        Verhöhnen tue ich niemand, verspotten sehr wohl. Aber Sie lesen ja selbst, mit welch qualifizierten Argumenten ich mich auseinander setzen muss, wie beispielhaft mit dem, dass man gar nicht so viel kotzen kann, wie man eigentlich fressen möchte, nur weil ChKM nicht gut schmeckt. Haben Sie schon einmal etwas medizinisch Einfältigeres gelesen? So kann man sich doch wirklich nur äußern, wenn einem während des Studiums und der Ausbildung das selbstständige Denken vollständig ausgetrieben worden ist, was ja wohl auch das Ziel des Zahnmedizinstudiums war.

        Mit zweierlei Maß gemessen ist leicht, und das, was ich in dieser medizinisch an sich ausgesprochen trivialen Auseinandersetzung in nunmehr 20 Jahren erlebt habe, muss man erst einmal aushalten (zum Beispiel einen sehr bekannten und einflussreichen Hochschullehrer, der, nur um ChKM schlecht zu reden, wissenschaftliche Publikationen erfindet und vor mehr als 300 Kollegen öffentlich lügt und behauptet, es sei kanzerogen, und anschließend eine strafbewehrte Unterlassungserklärung unterschreiben muss), ehe man sich über mein Bißchen Spott aufregt.

        „Aber das ist nur meine bescheidene Meinung. Gerne auch vom Shetland-Pony herunter“

        So hohe Rösser aber auch….smile….

        Herzliche Grüße

        Rüdiger Osswald.

        • Sie sollten mich schon richtig zitieren, Herr Osswald und Nahrungsaufnahme und deren Wiedergabe in die richtige Reihenfolge bringen. Was ich Ihnen vorwerfe ist sicher nicht der üble Geschmack ihres Duftwassers, sondern die Tatsache, dass Sie, genauso wenig wie ein anderer, in der Lage sind hier irgend jemandem einen Behandlungsfehler vorzuwerfen. Ein Blick auf Ihre sicherlich mit viel Aufwand gestaltete Homepage, belegt deutlich den Wert Ihrer Behandlung. Es mag Patienten geben, die das mögen, aber der heutige Stand der Ästhetik, Prothetik und Funktion sieht weiß Gott anders aus. Ich erkläre mir das einzig mit Ihrem schon fortgeschrittenen Alter und der möglicherweise damit einhergehenden Fortbildungsresistenz.
          Dass sie eine ganz normale Kassenzahnarztpraxis haben wollen, bezeichne ich aber als Herabwürdigung der anderen Kollegen mit Kassenzulassung.
          Ich bekomme täglich (bitte nochmal genau lesen: täglich!!) Patienten mit trepanierten Zähnen überwiesen, die nach ChKM riechen und einfach nicht aufhören wollen zu schmerzen. Dann steht dann sowas auf der Überweisung wie: Möglicherweise Kanal nicht gefunden. Oder: Kanäle obliteriert… Immer wenn ich ChKM rieche, fällt mir ein Lied von Georg Kreisler ein: „Tauben vergiften im Park“.
          Und sie erzählen hier allen Ernstes etwas von Zytotoxizität nur gegen Bakterien und beschweren sich über medizinische Einfalt in der Argumentation anderer? Geht’s noch, Herr Osswald?
          Übrigens: Timbuktu wird demnächst auch von der Bundeswehr angeflogen. Da iss doch bestimmt noch ein Platzerl frei…

          Gruss,
          H. Vögele

  9. Hallo Herr Osswald,

    da Sie ja gern über „Behandlungsfehler“ anderer sprechen, ist die Erkenntnis, Eiter am Röntgenbild erkennen zu können schon fast zwerchfellverkrampfend, wenn es uns als Zahnmediziner um Spass gehen würde.

    Der Abstrich dient der Frage, was als Diagnose nun richtig ist, aber Sie haben recht, unnötiger Schnickschnack, sie können das ja am Röntgenbild erkennen… das passt aber zu Ihren eindimensionalen Denk- und Therapiemodellen. Sie müssen es ja nicht machen, obwohl es ja heisst, dass falsche Behauptungen nicht dadurch wahr werden, weil man sie oft genug wiederholt.

    Warum stören Sie sich daran, Ihre Behauptungen zu ChKM mal wirklich wissenschaftlich untersuchen zu lassen? Es ist wissenschaftlich nicht wenig ehrenhaft, wenn- von uns als Tatsachen anerkannte- Behauptungen hin und wieder einer Prüfung unterzogen werden. Das gilt sicher auch für die eine oder die andere Behandlungsmethode. Anders kann es nämlich nicht zu tatsächlichen Wissensgewinn kommen. Was hat Sie denn daran gehindert, Ihre eigenen Studien anzustellen? Sie sind so doch auch nur ein Anhänger von Theorien und Methoden, die ein anderer mal erdacht hat…

    KT

    • Ich hatte nicht geschrieben, dass man Eiter im Röntgenbild erkennen kann, gnädige Frau, sondern dass der Röntgenbefund „eher nach Eiter aussieht“, was lediglich einer Vermutung aufgrund mehr als 25jähriger Erfahrung bei der Betrachtung von Zahnfilmen und anschließender Endodontie im Sinne von „Muss nicht, könnte aber sehr wohl“ entspricht. Also immer schön an die Listenregeln halten…smile…

      Aber darum geht es Ihnen ja auch gar nicht. Ganz wie mein Vater seelig weiland in solchen Situationen zu sagen pflegte: „Lass Dich nie mit anonymen Damen unklarer Herkunft ein, mein Sohn!“

      „Warum stören Sie sich daran, Ihre Behauptungen zu ChKM mal wirklich wissenschaftlich untersuchen zu lassen? Es ist wissenschaftlich nicht wenig ehrenhaft, wenn- von uns als Tatsachen anerkannte- Behauptungen hin und wieder einer Prüfung unterzogen werden.“

      Schon gut, ich gebe auf. Denn, nach dieser Bemerkung kann überhaupt kein Zweifel mehr daran bestehen, dass Sie sich wie kein Zweiter mit dem auskennen, was „wissenschaftlich“ mit der Endodontie (nicht nur, aber besonders auch) in Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg läuft. Dagegen gibt es einfach keine schlagenden Argumente.

      Rüdiger Osswald

  10. Wäre es für alle Mitlesenden nicht ungleich hilfreicher sich mit der Ursachenforschung für das „Scheitern“ der konservativen Therapie zu beschäftigen? Noch einmal, was sagt uns die DVT? Wäre es nicht denkbar, daß wir, nein, Bonald, es hier mit einer Sezernierung via Nasennebenhöhle qua chronischer Infektion zu tun haben? Sicher, die EZA läßt eine begrenzte apikale Transluzenz erkennen; diese kann aber durchaus in direkter Kommunikation mit der NNH stehen, was die kontinuierliche „Sekretbildung“ erklären würde.
    Es wäre schön, wenn sich auch der Autor dieser potentiell sehr lehrreichen Fallpräsentation einmal äußern würde.
    Aus den reflexhaften Auseinandersetzungen mit den Pawlow’schen triggern „Osswald“ und „CHKM“ läßt sich bestenfalls ableiten, daß elektronische und offene Medien normalerweise vernünftig denkende und agierende Menschen nicht davon abhalten, sich coram publico zum Affen zu machen.
    Zu guter Letzt würde ich mir wünschen, daß hier jeder Disputant mit Klarnamen agiert.
    Gute Nacht
    Marc

    • Hi Marc,

      wer war zuerst da, das Ei oder die Henne. Im DVT lässt sich sehr häufig eine NNH-Beteiligung erkennen. Es ist immer die Frage, was war zuerst da und wird das eine verschwinden, wenn das andere behandelt wird ;-)
      Im vorliegenden Fall hätte ich exakt genauso gehandelt, die womöglich periapikal liegenden, in Sulfur-Granula eingekapselt vorliegenden Bakterien kann der Chirurg besser entfernen und im Rö leuchten die Jungs auch nicht auf. Sehr spannend, vielleicht gibt es ja Teil II mit DVT-Schnitten und womöglich der histologischen Befundung des Resektats (was hoffentlich anders lautet als „zystisches Gewebe“)
      Darauf zu hoffen, dass irgendetwas diese Biofilmformationen einzig und alleine durch ein 0,3mm messendes Loch in ausreichender Konzentration durch diffundiert finde ich schon sehr skurril.
      Herzliche Grüsse

      Oscar

      • Moin Oscar,
        mir ging es nur um die Erörterung einer möglichen Ursache – Spekulation – für die chronische Entzündungsreaktion, sprich die Sezernierung an sich. Nicht um die Frage, ob der Zahn oder der sinus „schuldig“ im Sinne der Ätiologie dieser Pathologie ist. Letztere ist eher in Ausnahmefällen Auslöser für eine Erkrankung der Pulpa. Das Vorhandensein von Biofilm ist eine weitere Option, die in Betracht gezogen werden muß.
        Beteiligungen des sinus sind häufig, insbesondere bei der mesiobuccalen Wurzel des ersten OK-Molaren , und im DVT mit weitaus höherer Inzidenz.
        Kurz, mir sind einige Fälle erinnerlich, die sehr ähnlich gelagert waren, und erst nach einer systematischen und non-chirurgischen Therapie i. S. einer Nebenhöhlensanierung zur Ausheilung gebracht werden konnten.
        Herzliche Grüße
        Marc

      • „Darauf zu hoffen, dass irgendetwas diese Biofilmformationen einzig und alleine durch ein 0,3mm messendes Loch in ausreichender Konzentration durch diffundiert finde ich schon sehr skurril.“

        Etwas, das histologisch erwiesen ist, wird sich zum Glück für die Patienten nicht dadurch ändern, Oskar, dass Sie es skurril finden.

        Ausreichend belegt ist im Übrigen, dass es der Chirurg eben gerade nicht besser kann, wenn……, ja wenn ausreichend potente Desinfektionsmittel verwendet werden. Und dies aus zwei Gründen:

        1) Es ist ja nicht nur der Periapex mit Keimen infiziert, die gegen Ca(OH)2 resistent sind, sondern das gesamte Hohlraumsystem. Was soll es also langfristig voraussehbar nützen, allein den Periapex für eine gewisse Zeit von Bakterien zu befreien? Woher, meinen Sie denn, kommen wohl die zahllosen WSR-Versager nach einer unterschiedlich langen Latenzzeit?

        2) Werden ausreichend potente und kriechfähige Medikamente verwendet, erhält der Chirurg gar keine Chance, sein Glück zu versuchen.

        Und was die Biofilme betrifft, so ist das Problem in der Endodontie – auch zwischenzeitlich wissenschaftlich belegt – nicht, dass die angewandten Desinfekrionsmittel diesen nicht auflösen können, sondern dass sie ihn gar nicht erreichen.

        Nichtdestotrotz über die Maßen imteressant, auf diese Weise an einem konrketen Fall zu erfahren, vor welchen in der erdrückenden Zahl einfach zu lösenden Fällen die hier versammelte endodontische Intelligenz die konservierende Flinte ins Korn wirft….smile….

        Herzliche Grüße

        Rüdiger Osswald

        • Hallo Hr. Osswald,

          hätte ich Zeit und die Hoffnung, Sie seien zu einer Diskussion fähig, würde ich antworten. Da letztendlich nichts sinnvolles bei Ihnen rumkommt, belasse ich es bei einem „Guten Tag“ und spare mir die Lebenszeit.

          Viele Grüsse
          v. Stetten

    • Guten Tag allerseits,

      ich finde es einfach nur schade, dass hier abermals die (ursprünglich mal fachlichen) Diskussionen in persönliche Angriffe und Beleidigungen abgleiten. Selbstverständlich fühlt sich nun Herr Dr.Dr. O. aus M. nicht angesprochen. ;-) Nein, Herr Dr. Dr. O., es ist nicht o.k., wie Sie sich hier „einbringen“. Falls Sie – und natürlich auch jeder andere- sich mal mit den Grundlagen einer gewaltfreien Kommunikation beschäftigen möchten, kann ich Ihnen z.B. die Lektüre des Buches „Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt“ von Serena Rust empfehlen. Sie hat in diesem Buch die Basis einer gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg zusammengetragen. Und noch etwas: Finden Sie es witzig, anonyme Poster immer mit „Frau“ anzusprechen, bzw. androgyn usw.? Oder was möchten Sie uns damit kommunizieren? ;-)

      Beste Grüße

      Haya Hadidi

      • Grüß Gott, Frau Hadidi,

        ich freue mich sehr, dass Sie erneut öffentlich anmerken, dass ich Ihr Lieblingsautor bin. Dass Sie aber die anderen Autoren gar nicht mehr lesen, finde ich, ehrlich gesagt, ein wenig übertrieben.

        Was Frau Rust von dem zusammenfasst, was Frau Rosenberg herausgefunden hat, ist für die junge Leute sicher von großer Bedeutung und für alle anderen über die Maßen interessant. In meinem hohen Alter wird die Lektüre aber dieses triviale Thema betreffend, fürchte ich, nichts mehr an meinem strikt an der Bibel ausgerichteten Form der Kommunikation verändern.

        „Und noch etwas: Finden Sie es witzig, anonyme Poster immer mit “Frau” anzusprechen, bzw. androgyn usw.? Oder was möchten Sie uns damit kommunizieren? ;-)“

        Ganz im Gegenteil. Ich möchte mit Rücksicht auf die Dünnhäutigkeit der pseudonymen Leserschaft lediglich dem Vorwurf entgehen, in irgendweiner Weise sexistisch zu sein. Und ständig bößartige/bößartiger, usw. zu schreiben, wäre mir zuviel. Stellen Sie sich bloß einmal vor, ich würde….smile….

        Herzliche Grüße

        Rüdiger Osswald

        • Hallo Herr Dr.Dr. Osswald,

          jetzt bemühen Sie schon die Liebe und die Religion? ;-) Sie schießen jetzt aus allen Rohren, hm? ;-) Aber toll, dass Sie inzwischen trotz Ihres enorm hohen Alters verstanden haben, wie man zeitnah auf Kommentare antwortet usw.. Sie sind damit ein Vorbild für ältere Herrschaften und beweisen, dass auch Senioren im fortgeschrittenen Alter durchaus noch nach einer gewissen Gewöhnung den Umgang mit neuen Technologien erlernen können. :-)

          Statt vieler weiterer vergebener Worte ein Link zu einem Song, der mir jedes Mal einfällt, wenn ich eine Zeile von Ihnen lese:

          Mit freundlichen Grüßen

          Haya Hadidi

  11. Viele Grüsse
    v. Stetten

    Ach Sie waren das, Herr von Stetten. Wenn ich das gwusst hätte…smile…

    Sie schulden mir übrigens an dieser Stelle noch eine offizielle Entschuldigung, wenn Sie sich vielleicht erinnern wollen.

    Herzliche Grüße

    Rüdiger Osswald

  12. Wer mit viel Liebe und Aufwand wie hier an Zahn 26 mb 3 Kanäle findet (oder wurden möglicherweise noch Kanäle übersehen?) und trotzdem zum Chirurg zur WSR überweisen muß, sollte vielleicht doch mal über sein Desinfektionsprotokoll nachdenken: Stichwort Timbuktu-Methode.
    Interessant wäre auch noch zu wissen, ob der Zahn eingeschliffen wurde…

      • Um es kurz zu machen: Auch mir ist die „Wirkung“ von Calciumhydroxid
        auf Bakterien bekannt…

        Beste Grüße nach München

        • Zahnschmerzen sind grausam, Herr Racho.
          Auch ich würde Fan werden eines jeden Mittels, dass mir diese Schmerzen nimmt und den Zahn erhält.
          Wer heilt, hat recht.
          Was aber sage ich den Patienten, bei denen dieses Mittel teilweise viele Wochen hinweg zur Anwendung kam und die immer noch Schmerzen haben ?

    • Den Namen Volker Racho halte ich wie die Namen Klara Fall, Claire Grube,
      Anna Konda oder Martha Pfahl für einen Fake.
      Ansonsten finde ich den Humor ihrer Eltern bedenklich.

      Viele Grüße,
      Markus Thiele

  13. „Statt vieler weiterer vergebener Worte ein Link zu einem Song, der mir jedes Mal einfällt, wenn ich eine Zeile von Ihnen lese: http://vimeo.com/31491191

    Ein fröhlich Liedchen im Ohr, wenn Du meine Zeilen liest, Haya, wie wunderbar romantisch.

    Wenn ich mich mit der real existierenden Endodontie in Deutschland und der Welt beschäftige, höre ich leider dies…smile…

    http://www.youtube.com/watch?v=rP0vn9PZ3kU

    Herzlichst

    Rüdiger

  14. „Was aber sage ich den Patienten, bei denen dieses Mittel teilweise viele Wochen hinweg zur Anwendung kam und die immer noch Schmerzen haben ?“

    Dem sagst Du einfach die Wahrheit, Ha-Wi, nämlich dass da etwas massiv falsch gelaufen sein muss, weil die Kollegen, die sich mit der Behandlung von Zahnschmerzen auskennen und in der Endodontie zur Desinfekrion ChKM einsetzen, solche Fälle nicht kennen.

    Schön langsam wird’s albern. Ganz offensichtlich gibt es gegen mein Eingangsstatement keine Argumente.

    Rüdiger

  15. Ich habe die Auseinandersetzungen hier teils kopfschüttelnd, teils lächelnd gelesen. Es ist schon amüsant, wie vehement doch so unterschiedliche Ansichten verteidigt oder bekämpft werden.
    Vielleicht hilft den Herren Kollegen folgender Vorschlag : Das eigene Behandlungsprotokoll muss zunächst mal lege artis sein und dem wissenschaftlichen Kenntnisstand entsprechen, muß aber nicht prinzipell das gleiche Vorgehen sein. Damit erreicht man dann schon eine anständige Erfolgsquote. Es kann aber vielleicht nicht schaden, bei solchen Problemem wie im Blog beschrieben , mal über den Tellerrand hinauszuschauen und vielleicht die eine oder andere Möglichkeit auszuprobieren , die man im Normalfall nicht anwenden würde. Im konkreten Fall meine ich , daß es sicher möglich gewesen wäre, ausnahmsweise mal eine CHkM-Einlage zu machen und etwas zu warten. Die WSR hätte man dann immer noch machen können .
    in diesem Sinne noch frohes Schaffen !

    Kerstin Titze

    • Ich stimme Ihnen zu, Frau Titze.
      Wie ich schon schrieb: Viele Wege führen nach Rom.
      Und was die vehement geführte Auseinandersetzung angeht – Ich habe daran keinerlei Interesse.
      Sie mag es belustigen. Für mich ist dieser stetig wiederkehrende Disput, den ich nun schon seit fast 15 Jahren in der immergleichen Art und Weise miterleben muss, einfach nur frustran. Soll doch bitte jeder seinen eigenen Weg zum Behandlungserfolg, sprich Zahnerhalt gehen. Denn Zahnerhalt ist das Ziel. Daran muss sich alles messen lassen.

      Herzliche Grüße

      H.W. Herrmann

  16. Guten Abend, liebe Kollegen!

    Ich bin noch ganz beeindruckt von den ganzen Kommentaren und vor allem von der Heftigkeit der Diskussion, die ich nur teilweise amüsant fand.

    Ich finde es mutig von dem OP, einen „Misserfolg“ zu präsentieren, aber gerade das zeigt seine einzigartige Klasse. Danke dafür! Gut, es wurde nach viel Aufhebens und sorgfältigster Arbeit eine WSA. Persistierender periapikaler Biofilm vielleicht. Würde intrakoronal appliziertes CHKM das Problem gelöst haben? Ich weiß es nicht. Kann es mir aber auch nicht so richtig vorstellen.

    Mich würde interessieren, ob nach WSA dann alles gut ging. Das ist doch entscheidend. Und wäre im Sinne der Zahnerhaltung sicher ein Erfolg.

    Lieben Gruß
    Philipp Kunert

Schreibe eine Antwort zu A. KoswigAntwort abbrechen