2D vs. 3D (XXX)

von Ronald Wecker Dieser 60-jährige Patient stellte sich in unserer Praxis auf Anraten seines Hauszahnarztes vor. Jener vermutete eine im 2D-Röntgenbild an Zahn 26 vorhandene unvollständige Wurzelfüllung als Ursache für die zeitweise auftretenden ziehenden Beschwerden im linken Oberkiefer. R1

Klinisch imponiert ein deutlich gelockerter Zahn 24, der einen massiven okklusalen Frühkontakt aufweist. Die palatinale Sondierungstiefe betrug 6 mm. Keiner der Zähne 24-27 ist perkussionsempfindlich. 24, 25 und 27 reagieren positiv auf elektrischen Reiz.

Mesial des 26 ist ein schüsselförmiger Knochenabbau zu erkennen. Eine apikale Aufhellung liegt an Zahn 26 nicht vor.

Das angefertigte DVT hält einen weiteren Befund bereit: ein deutlich verlagerter und retinierter Zahn 28.

Zahn 26 zeigt keine apikale Aufhellung. Der MB2 ist nicht aufbereitet und kann Auslöser der mesial zu beobachtenden knöchernen Veränderung sein. Zahn 24 hat palatinal einen starken knöchernen Abbau erlitten. Der Parodontalspalt ist zirkumferent deutlich erweitert. 28 ist im Bereich der klinischen Zahnkrone von einer scharf abgegrenzten, homogenen, weichteildichten Aufhellung umgeben. 27 zeigt einen Verlust der knöchernen Begrenzung an der distalen Wurzeloberfläche, die durch das Geschehen an 28 verursacht zu sein scheint. Hinsichtlich der Entfernung des 28 wurde dem Patienten empfohlen sich mit einem erfahrenen MKG-Chirurgen in Verbindung zu setzen.

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