von Ostidald Wucker
Das neue Jahr brachte uns ein erstes Recall. Vor 4 Jahren wurde bei diesem Patienten mit einer kombinierten Ende/Paro Läsion eine endodontische und parosontologische Therapie begonnen. Wir haben dem Patienten damals keine so große Hoffnung gemacht.
Auf Grund der Anamnese ergab sich für uns der verdacht auf eine kombinierte Paro/Endo Läsion.
Klinische Befunde: Lockerungsgrad 0, Sondierungstiefen db 10mm, dl 9mm, b 5mm, li 6mm, ml 4mm, mb 4mm, Taschenexsudat +++, Sensibilität -, Perkussionsschmerz lateral und horizontal, deutliche Aufbissbeschwerden.
Der Zahn war endodontisch anbehandelt, was dem Patienten nicht bekannt war und definitiv mit Amalgam (allerdings insuffizient) verschlossen. Die Behandlung lag bereits längere Zeit zurück.
Nach der endodontischen Therapie schloss sich eine parodontalchirurgische Therapie an.
Die aktuellen Sondierungstiefen: Sondieungstiefen db 4mm, dl 5mm, b 3mm, li 2mm, ml 3mm, mb 2mm. Die prophetische Versorgung ist in der Planung.
Die Werte der generalisierten adulten Parodontitis zeigen sich im Verlauf der Behandlung von 2011 verbessert.
Wir sind für den weiteren Verlauf nunmehr optimistisch.
Literaturtip:
Endodontie 13 (2004), Nr. 2, Seite 133-146
Paro-Endo-Läsionen: Ätiologie, Diagnostik und Therapievorschläge – Eine Literaturübersicht
Zehnder, Matthias / Paqué, Frank / Gold, Steve / Hasselgren, Gunnar
