von Ostidald Wucker
An dieser Stelle hatten wir den Fall vorgestellt.
Die Situation war klar und es gab die in der Umfrage gestellten Behandlungsoptionen.
Diese haben wir mit dem Patienten besprochen. Er wollte die Entfernung des Fragmentes ohne chirurgischen Eingriff.
Die Spitze des Fragmentes war fixiert, das Fragment war nicht verklemmt oder eingeschraubt. Eine geringe, nach lateral gerichtete Krafteinwirkung wird

Die Fragmententfernung gelang, wie geplant. Die Desinfektion des Kanalsystems erfolgte mit ultraschall- und schallunterstützter Natriumhypochloritspülung.
Die Lage des Fragmentes im DVT ließ und den Verdacht einer früheren Kanaltransportation mit Perforation vermuten. Das eigentliche apikale Foramen konnten wir nicht einsehen. Wir haben uns entschlossen die Perforation und den apikalen Verschluss im mesialen Kanalsystem mit ProRoot MTA durchzuführen.
Anbei die klinischen Bilder und Röntgenbilder.
Wie konnte mit so hoher Sicherheit voraus gesagt werden, dass eine geringe nach lateral gerichtete Kraft das Fragment lösen wurde? Pure Erfahrung?
Ostidald meint: Wohin soll ein konisch geformtes Instrument gelangen, wenn es an der Spitze fixiert ist, also nicht
weiter in die Richtung kranial kann. Das Instrument steckte nicht absolut locker, also absaugbar, im Neoforamen. Die Krafteinwirkung von lateral führt zu einem Bewegen entlang der Wurzelkanalwand nach kaudal, weil Krania blockiert ist.
Problematisch wäre ein frakturieren des Fragmentes. Deshalb nur eine ganz kleine Amplitude in der Ultraschallanwndung einstellen und zudem nur unter 1 Sekunde Anwendungszeit. Absolut vorhersagbar ist allerdings nichts in der Fragmententfernung.