Instrumentenfraktur (3b)

von Ostidald Wucker

An dieser Stelle hatten wir den Fall vorgestellt.
Die Situation war klar und es gab die in der Umfrage gestellten Behandlungsoptionen.

Diese haben wir mit dem Patienten besprochen. Er wollte die Entfernung des Fragmentes  ohne chirurgischen Eingriff.

Die Spitze des Fragmentes war fixiert, das Fragment war nicht verklemmt oder eingeschraubt. Eine geringe, nach lateral gerichtete Krafteinwirkung wird

WS8.013das Fragment lockern und nach koronal transportieren. Sollte dies nicht gelingen wäre die chirurgische Intervention notwendig. Der Patient war mit der Behandlungsplanung einverstanden. Die Gefahr, daß das Instrument beim Entfernungsversuch nach periapikal gelangt haben wir bei dem vorgestellten Entfernungsversuch als wenig wahrscheinlich angesehen.

Die Fragmententfernung gelang, wie geplant. Die Desinfektion des Kanalsystems erfolgte mit ultraschall- und schallunterstützter Natriumhypochloritspülung.

Die Lage des Fragmentes im DVT ließ und den Verdacht einer früheren Kanaltransportation mit Perforation vermuten. Das eigentliche apikale Foramen konnten wir nicht einsehen. Wir haben uns entschlossen die Perforation und den apikalen Verschluss im mesialen Kanalsystem mit ProRoot MTA durchzuführen.

Anbei die klinischen Bilder und Röntgenbilder.

 

2 Gedanken zu „Instrumentenfraktur (3b)

    • Ostidald meint: Wohin soll ein konisch geformtes Instrument gelangen, wenn es an der Spitze fixiert ist, also nicht
      weiter in die Richtung kranial kann. Das Instrument steckte nicht absolut locker, also absaugbar, im Neoforamen. Die Krafteinwirkung von lateral führt zu einem Bewegen entlang der Wurzelkanalwand nach kaudal, weil Krania blockiert ist.
      Problematisch wäre ein frakturieren des Fragmentes. Deshalb nur eine ganz kleine Amplitude in der Ultraschallanwndung einstellen und zudem nur unter 1 Sekunde Anwendungszeit. Absolut vorhersagbar ist allerdings nichts in der Fragmententfernung.

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