von Ostidald Wucker
Der Patient möchte den Lückenschluss des Zahnes 16 angehen. Die Lücke besteht seit mehr als 10 Jahren. Implantologische (Implantat 16) und kieferorthopädische (Aufrichtung 17) Therapien möchte der Patient nicht.
Es bleibt also nur Brücke 17 -15. Ist die 1998 durchgeführte Ende ok?
Was würden Sie tun?
- Panoramaaufnahme
- Zahnfilm 17
- Zahnfilm 17

Die WF sieht suffizient aus, apikal keine pathologischen Prozesse erkennbar, keine Knochenatrophie ( PA ? Was sagt die Klinik ? – sind wir Optimisten und sagen ok ) , verengte Lücke , Bei 7’er ja nicht selten : zentrische Frühkontakte ?
Also ein GO für die Prothetik !
Vorher sollte man sich allerdings mit Fullungstherapie beschäftigen ( siehe OPG )…
Wie alt ist den die WF? Hat der Patient Probleme am Zahn gehabt oder ist aktuell irgendwas komisch ( Perk. negativ/positiv, Sondierungtiefen)? Auf dem OPTG könnte man eine apikale Aufhellung am 17 mit viel Fantasie erkennen, auf den Einzelbildern wiederum eine horizontale Frakturlinie in der mb Wurzel, wobei mb2 versorgt aussieht. Wenn klinisch alles okay ist, aber Patient und man selbst sicher gehen möchte, kann man ein DVT vorschlagen. Wenn das auch nichts zeigt, dann über Revisionsmöglichkeit aufklären, aber die WF belassen: wenn die Endo (das Ende:-) ) seit 1998 funktioniert, was soll die Revision bewirken? Das noch besser keine Probleme auftreten? Erinnern wir uns an die US Studien zur Revision von „Red Russian“ WFs ohne klinische Symptome wo das Fazit lautete : “ die Revisionen gestaltete sich sehr schwierig, und außer das die WFs auf den Röntgenbildern besser aussahen gab es keinen praktischen Unterschied…“…
Gruß Gregor
Wie ist der Zahn denn versorgt?
Ist eine Gold TK da drauf oder eine AM Fllg?
Mit etwas phantasie erkennt man in einem Zahnfilm einen unbehandelten mb2.
Da der Zahn vermutlich komplett symptomlos ist, würde ich bei der adhäsiven Aufbaufllg den Pulpenkammerboden nach leakage bzw. mb2 prüfen, bevor ich der HKP genehmigt ist.
Hallo,
einen gefüllten mb2 könnte man mit viel guten Willen hineininterpretieren, ich sehe das erst auf den dritten Blick. Die WF ist insgesamt sehr zierlich und das deutet auf unbearbeitete Gebiete hin. In solchen Fällen entferne ich die Füllungen und Aufbauten vollständig und inspiziere die WF optisch und per Geruchssinn. Nach meinen Erfahrungen sind solche Zähne in sich stabil, sofern sie nicht angetastet werden. Aber mit einer neuen, dann dichten Versorgung gehen sie öfter „hoch“. Ich empfehle in der Regel die Revision.
Die Richtlinien der DGZMK schreiben in diesem Fall die Revision nicht vor. Ostidald hat dazu zwar nichts geschrieben, aber ich gehe davon aus, dass keinerlei Beschwerden oder Symptome vorliegen, sonst hätte ja die Frage keinen Sinn.
Für die gesetzlichen Kassen sind die Kriterien sicher erfüllt. Da heist es dann gut aufklären und dokumentieren, wenn nicht revidiert wird.
Viele Grüße Jacqueline