von Ronald Wecker
Der Verdacht einer iatrogenen Perforation ergab sich bereits aus dem präoperativem Röntgenbild. Irgendwie liess sich die im Bereich der Funktion gelegene Guttaperchaspitze nicht so recht mit der Längsachse einer der vorhandenen Wurzel in Einklang bringen.
Zunächst erfolgte die vorsichtige Freilegung der Guttapercha. Diese konnte anschliessend unter Zuhilfenahme eines kleinen Greifinstrumentes in toto aus dem Knochen entfernt werden. Nach sonoabrasiver Präparation der Perforationsränder wurde der Pulpakammerboden nach Anlegen eines kollagenen Widerlagers mit MTA „instandgesetzt“ und mittels Flow-Komposite verstärkt.

Schön anschaulich gelöst und sauber verarbeitet ohne die Kanaleingänge zu verschließen. Ich finde die Musik nur etwas zu dramatisch. Wurde hier auch X-tra Base verwendet?
VG
Sehr geehrter Herr Thiele,
nein, kein X-tra Base an dieser Stelle. Tetric Flow Evo kam bei Herrn Wecker zum Einsatz. Zur Musik: ist ein wenig Geschmacksache. Herr Wecker hat manchmal den Hang zum Überspitzen.
Herzliche Grüße
Jörg Schröder
Besser, als jeder Teil von „Der Hobbit“! Und mit Happy End! Klasse!
Danke Harald, Ronald wird’s freuen.
Lieber Ronald,
wie hast Du denn das Ätzgel wieder weggespült ohne auch das MTA mit zu entfernen?
LG
Stefan
Ronald verwendet MTA Angelus und wartet bis es abgebunden ist. Dann ist bei korrekter Verdichtung beim Absprühen des Ätzgels keine Auswaschung, die wir sehen könnten, zu verzeichnen.
Herzliche grüße
Jörg
Hallo!
Wie ist der Produktname des Kollagenflieses?
Viele Grüsse
abo
Parasorb von Resorba in Nürnberg.
Herzliche Grüße Jörg Schröder
Lieber Ronald,
zwei kleine und ein großes Fragezeichen sind bei mir aufgetaucht:
1.) Was ist das für ein tolles „kleines Greifinstrument“?
2.) Warum benutzt Ronald keine MTA-Gun, die, zumindest in diesem Fall, meiner Ansicht nach eine elegantere und zügigere Applikation und Dosierung des MTA ermöglicht. Was selbstverständlich am tadellosen Ergebnis nichts ändert.
Und 3.) (das große Fragezeichen) Vor dieser Rettungsaktion muss ein Kollege unserer Zunft eine hübsche Brückenkonstruktion auf diesen Zahn gesetzt haben, denn die Krone war bei Trepanation völlig unangetastet. Der Röntgenbefund muss also bei der Brückenplanung schon so ausgesehen haben. Wie kann so etwas passieren? Bleibt nur zu hoffen, dass der missglückte Endoversuch und die Prothetik nicht in einer Hand lagen.
Und mir bleibt, eine schöne Weihnachtszeit zu wünschen.
Habe bei Ronald nachgefragt:
zu 1. http://www.ghartzellandson.com/products/ifes-micro-endo-forcep-small.asp , braucht man 1-2 x /Jahr und ist dann definitiv eine Hilfe. Aber kein Must-have.
zu 2. Ronald hat es gerne kontrolliert, was die Konsistenz angeht. MTA Guns gibt es in seiner Praxis, hatten aber in der Vergangenheit eine recht kurze Überlebensdauer aufgrund stark verzögerter „Befreiung“ von MTA-Resten. Da sind die Plugger billiger. ;)
zu 3. Richtig. Diese Frage hat sich Ronald auch gestellt. Zumal die Brücke unter 2 Jahren alt ist. Patient hatte sich selbst „überwiesen“ nachdem ihm die Alternative WSR irgendwie komisch erschien.
Einen schönen dritten Advent wünscht
Jörg Schröder