Ausgeprägte Lyse

von Ronald Wecker

Angesichts der Ausdehnung der apikalen Lyse war im Vorfeld der Behandlung durchaus  zu erwarten, dass eine Kommunikation der Kanalsysteme von 11 und 12 über die apikale Lyse bestehen könnte.

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Dass der Austausch der Spülflüssigkeit dann doch so eindeutig und rasch erfolgte lässt erahnen, wie wenig Weichgewebe innerhalb der knöchernen Krypte verblieben war.

Interessant zudem, dass sich der Periapikalbereich nach reichlichem Abfluss putriden Sekretes aus Zahn 11 und intensiver ultraschallunterstützter Irrigation deutlich weniger röntgendicht darstellt als zu Beginn der Behandlung. Das zweite Röntgenbild zeigt den Zustand nach medikamentöser Einlage.

6 Gedanken zu „Ausgeprägte Lyse

  1. Hallo Ronald,

    ein beeindruckender Fall. Ich würde mich freuen, wenn der Fall weiter auf der Wurzelspitze veröffentlicht wird.
    Welche Spülflüssigkeit haben Sie verwendet?

    Viele Grüße

    • Ronald verwendete zunächst NaOCl. Ein Austausch der Spülflüssigkeit (CHX) war erst nach Trocknung mittels steriler Papierspitzen und intentionellem „Überinstrumentieren“ mit der Papierspitze um ca. 1,5 – 2mm aufgetreten. Der Weichgewebevorhang hatte dies zuvor offensichtlich verhindert.

      Viele Grüße

      Jörg Schröder

  2. Alter Verwalter, wie hat Ronald es geschafft, CaOH nur minimal zu überpressen bei einem doch schon weit geöffnetem Foramen? Ab welchem apikalen Gauge verwendet Ronald einen MTA-Seal und wie vermeidet er dabei Überpressungen? Viel Erfolg bei dem Fall!

    • Ronald lässt die apikal vorhandene knöcherne Krypte mit ein wenig CHX „gefüllt“ und bringt das CaOH2 ohne Druck im Navitip unter Sicht ein. Dann den Schaumstoff und das Cavit nicht nach apikal drücken. So kann man CaOH2 Überpressung vermeiden. Die periapikale Flüssigkeit, gerne auch Gewebeflüssigkeit oder ein wenig Blut, wirkt als , wenn auch schwaches, „Widerlager“.

      MTA verwendet Ronald bei fehlender Kontrsiktion ab ISO 55-60. Er ist zudem ein Freund des periapikalen Kollagenen Widerlagers. ;)

      Herzliche Grüße

      Jörg Schröder

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