von Olaf Löffler
In der Füllungstherapie sind die Approximalräume und Kontaktpunkte mit unter schwierig zu gestalten. Besonders kniffelig wird es, wenn substanzschonend minimalinvasiv präpariert ist und der Zahn noch einige anatomische Besonderheiten hat. Hier ein Beispiel eines oberen Prämolaren. Die Einziehung in der mesialen Approximalfläche des Zahnes 24 konnte mit einem Interdentalkeil und einer Matritze ( in dem Fall eine Garrison-Matritze ) nicht optimal abgedichtet werden. Vor einiger Zeit haben wir dann Keile individualisiert. Inzwischen ist unser bewährtestes Hilfsmittel Teflonband.
Damit sind Abdichtungen und Matratzenbänder optimal an den Zahn zu adaptieren. Anbei einige Bilder zum Fall.
- Spalt zwischen Matratze und Kavität
- Applikation von Teflonband
- Adaption der Matratze mit dem Teflonband
- Füllung
- Approximalraum nach Füllung
- Approximalraum nach Füllung
- Kaufläche







Nette Idee das Teflonband. Sehe ich es richtig, dass es neben den Nachbarzahn und Matrize „gezogen“ wird und so als Keil-Ersatz dient? Ist auf den Fotos leider nicht ganz genau zu erkennen…
Viele Grüße
Ja, es wird mit einem sehr schmalen Spatel oder PA Sonde in den Approximalraum gepresst und adaptiert dadurch die Matritze.
Herzliche Grüße
Olaf
Teflonband funktioniert, auf dem Bild „Approximalraum nach der Füllung“ sieht man aber den Knackpunkt bei solchen Prämolaren: die approximale Einziehung macht die Hygiene für den Patienten extrem schwierig, Zahnseide reicht nicht mehr und Interdentalbürsten kriegt man sehr schwer in diesen schmalen Bereich rein. Ich verfahre inzwischen bei allen meinen Klasse 2 Füllungen nach dem von David Clark propagierten Verfahren (oder besser vermische die mit klassischer Füllungstechnik). In diesem Falle wie hier vorgestellt hätte ich stärker angeschrägt/geöffnet, und dadurch die Chance gehabt die Form zu optimieren.
Hier ein paar Videos zum Schauen zur kritische Bewertung oder Inspiration:
https://www.youtube.com/watch?v=qLq6Dpn0GmQ
https://www.youtube.com/watch?v=BSsHP6AoV3E
Gruß Gregor