Die Patientin wurde uns für die endodontische Behandlung eines Molaren überwiesen. Diese verlief problemlos und zeigte die erwartete Heilungstendenz.

Der Zahn 22 rückte nur als Zweitmeinungsfrage in unseren Blickpunkt.
Geplant war eine chirurgische Lösung des Problems. Die Patientin wollte von uns wissen ob dies vermeidbar wäre.
Dazu musste ich ihr sagen, daß ich dies nicht sagen kann. Aber es wäre definitiv nicht der nächste Therapieschritt den ich in Erwägung ziehen würde.
Wie wäre Ihre Meinung?
Der koronale Aufbau sieht nicht vertrauenserweckend aus. Er ist nicht dicht.
Die alleinige chirurgische Therapie hat eine schlechte Prognose.
Meine Therapie sähe folgendermaßen aus: Krone abnehmen, Stift und Aufbau entfernen, provisorische Krone adhäsiv einsetzen, dann die Revision durchführen. Ob ein neuer (Glasfaser-) Stift gesetzt werden muss hängt vom Substanzverlust ab.
Gibt es Verlaufsbilder?
Wenn nicht, in 6 Monaten Rö-Ktr, bei nicht vorhandener Heilungstendenz würde ich zur WSR tendieren.
Lieber Olaf,
ich würde auch zur Revision des 2ers raten.
Ob sich das extrudierte WF Material über den Apex „angeln“ lässt wage ich aber zu bezweifeln.
Falls nach der Revision die apikale Pathologie nicht ausheilt dann kann man immer noch die infizierte Überpressung über eine WSR entfernen, falls nötig.
LG,
Markus