von Ostidald Wucker
Hier haben wir nachgefragt und um in einer Umfrage die Einschätzung der Kolleginnen und Kollegen zur Kariesdiagnostik im Röntgenbild zu erfahren.
Die Ergebnisse sehen so aus:

Unsere röntgenologische Kariesdiagnostik ergab 16 m D4, 47m D2, 46 d D3, 46 m D3, 45 d D1.
D0 D0-Läsion – keine Schmelz- und Dentinläsion vorhanden
D1 D1-Läsion – Karies bis in die äußere Schmelzhälfte fortgeschritten
D2 D2-Läsion – Karies bis in die innere Schmelzhälfte fortgeschritten
D3 D3-Läsion – Karies bis in die äußere Dentinhälfte fortgeschritten
D4 D4-Läsion – Karies bis in die innere Dentinhälfte fortgeschritten
Guten Morgen,
45m? Ist 45d gemeint? Mesial ist „abgeschossen“.
Es wäre natürlich jetzt mehr als interessant zu erfahren, ob und wo Karies tatsächlich zu finden ist – und ob diese behandlungsbedürftig ist.
Grundsätzlich halte ich die Aufnahme für nicht ausreichend interpretierbar; die approximalen Überlagerungen machen es m.A. nach fast unmöglich, Kariesdiagnostik auf dem geforderten Niveau zu betreiben. Da die Aufnahmefläche den ersten PM nicht erfasst, und damit sowieso eine weitere Aufnahme anfällt(?), schlage ich vor, die erforderlichen zwei Aufnahmen stärker auf die individuelle Situation auszurichten, d.h. den Verlauf der Approximalflächen zu berücksichtigen und die Ausrichtung des Zentralstrahles auf diese Ebene einzustellen. Wenn es zu starke Diskrepanzen in dieser Hinsicht zwischen OK und UK gibt, dann ist diese Röntgentechnik „Bißflügelaufnahme“ nicht geeignet…
Gibt es nicht mittlerweile andere Diagnosetechniken? Ich muss gestehen, dass ich da nicht auf dem Laufenden bin bzgl. Diagnosesicherheit. Ist der Seperator eigentlich ganz out? Ist lange her, dass ich ihn eingesetzt habe, das hatte aber in einigen Fällen zur Korrektur der Diagnose geführt…
Interessant wären auch die Aufnahmeparameter: ich nehme an: digitales Bild? Belichtungszeit/kV? Nachbearbeitet? Gerätehersteller? Etc. Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass zu viel Strahleneinsparung auf die Qualität der Aufnahme durchschlägt. Am digitalen Bild merkt man das aber lange nicht, da schlägt die Mathematik gnadenlos dazwischen und errechnet schöne Bilder…
—OFF TOPIC—
Hallo,
war ich heute morgen blind? Oder ist zwischenzeitlich 45m auf 45d geändert worden?
Im letzteren Fall: Ich verstehe die Korrektur eines Tippfehlers zum Vorteil von Verständnis und Klarheit und Orthografie (*schüttel*, ich bleibe beim ph) etc. sehr gut. Ich würde auch gerne aus Seperator Separator machen…
Problematisch wird es aber dann, wenn durch Korrekturen die Basis von Folgebeiträgen verlustig geht. Jetzt ist das hier nicht so schlimm, ich halte es aus, wenn ich als blinde Nuß (bin ich ja vielleicht tatsächlich) oder Querulant (bin ich ganz sicher – hin und wieder) missverstanden werde. Aber es kann ja durchaus mal wirklich wichtig sein….
Ich schlage vor, dass Änderungen am Text zwar nicht unterbleiben, wenn aber bereits auf die entsprechenden Textstellen Bezug genommen wurde, dann auf die Änderung hingewiesen wird, vllt. mit *-Verweis o.dgl.
[Hoffentlich war ich nicht wirklich so verpennt…]
Nachträgliche Korrekturen im Text macht man am
BetsenBesten sichtbar, indem mandenalten Textmittels Formatierung durchstreicht.Hallo Herr Pohl,
ja, es wurde von mir korrigiert. Der Hinweis dazu kam leider nicht mehr auf Sendung. Sorry.
Da dies im zeitlichen Zusammenhang mit Ihren Kommentaren geschah, ist es „dumm gelaufen“.
Ostidald brauch etwas Zeit zum übermitteln.
Herzliche Grüße
Olaf Löffler
Setzt irgendwer schon die Diagnocam von KaVo ein? Schade das die so teuer ist und es nicht wirklich abgerechnet werden kann, aber wie oft hätte ich mir aussagekräftigere Röntgenbilder gewünscht, und wie oft ging bei mir schon der Puls hoch wenn bei der Füllungstherapie einer röntgenologisch festgestellten approximalen Läsion diese etwas länger auf sich warten ließ bei der Präparation, um dann doch in die Kavität zu fallen…
Sehr geehrter Herr Pohl,
in diesen Fällen wird in unserer Praxis auf mir mikroskopische Kontrolle unter Quadrantenisolierung mit Kofferraum zurückgegriffen.
Meines Wissens sollen noch die Bilder der klinischen Situation demnächst kommen.
Zu den Röntgendaten von Ostidald werde ich mich kundig machen und diese noch einstellen.
Herzliche Grüße
Olaf Löffler
Hallo Herr Kollege, vielleicht ist da ein Druckfehler im Spiel. In der Sache hat es keine Bedeutung, nur die Bezeichnung E1 (Enamel) steht für Schmelzkaries dann E2 u. D1-D3.
Ich will aber nicht kleinlich sein.Ich habe schon so viel von der Seite Nutzen gezogen-Danke dafür! H. Keppler
Hallo Herr Kollege,
hier wurde die radiologische Klassifikation kariöser Dentinläsionen eingesetzt.
Siehe „Memorix – Zahnmedizin“, Thomas Weber, 3. Auflage, 2010, Seite 117.
Herzliche Grüße
Olaf Löffler