Draussen sind sie trotzdem

von Noel Shabrack

Die Zähne 11 und 12 standen vor fast 2 Jahren zur Wurzelkanalbehandlung an.
Der 11 mit apikaler Parodontitis, der 12 ohne.
Bei 11 entstand apikal ein Puff, beim 12 nicht.
Nach fast 2 Jahren wurden die beiden Frontzähne extrahiert, da die Patientin die stark nach vestibulär geneigten Zähne nicht mehr haben wollte. Ersatz wurde an die bestehende Teleskopprothese angefügt – mit deutlich verbesserter Ästhetik.

Nach Extraktion war zu sehen, dass das Puff am 11 nicht nur Sealer (Ah +) war, sondern, dass dieser mit Guttapercha deutlich überfüllt war. Die GP stand um 1,5 mm über.

Trotzdem war nach knapp zwei Jahren die apikale Aufhellung, zumindest röntgenologisch, verschwunden.

Das soll jetzt nicht heissen, dass eine Überextension der GP wünschenswert oder gar gefordert sei, im Gegenteil. Aber es scheint Fälle zugeben, wo eine gewisse Überextension die Heilung nicht verhindert.

 

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WF

Masterpoint

vor Extraktion

Ein Gedanke zu „Draussen sind sie trotzdem

  1. Welche Fülltechnik wurde verwendet? Sieht so aus als wenn der Taper der Guttapercha zu groß war und einen „false tug back“ suggerierte. Ich hoffe das Endos von mir nicht in Wirklichkeit auch so aussehen wenn ich von einem Puff rede :D…
    Wie ist der Konsens hier auf der Wurzelspitze bezüglich „Teleskope auf Endo Zahn“ wo das Thema sozusagen „angeschnitten“ wurde?

    Danke und Gruß,

    Gregor

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