von Bodald Necker
eine nette Kollegien aus dem Nachbarort hat uns die Patientin zur Endo-Beratung geschickt. Sie wollte wissen, ob der Zahn 11 noch zu retten sei.
Klinisch zeigt sich bei der 25 Jahre alten Patientin ein schmerzfreier 11 ohne Lockerung und auffällige Sondierungswerte. Er war nur dunkel verfärbt. Die Patientin gab an, vor Jahren einen Schlag darauf bekommen zu haben, gemacht wurde damals nichts.
Auf dem Röntgenbild war der Wurzelkanal nur noch sehr schlecht zu sehen und apikal war eine Transluzenz erkennbar.
Wenn der Kanal zu finden ist, sollte der Zahn erhalten werde können.
Also machten wir uns beim nächsten Termin auf die Suche.
Der Kanaleingang war unter Vergrößerung und mit überlangen Rosenbohrern schneller gefunden, als gedacht.
Aufbereitung erfolgte bis Apex auf 40/06.
Eine Sondierung mit ISO 20 einen Millimeter über den Apex hinaus liess etwas Pus aus dem Kanal steigen. Nicht viel. Vorerst.
Dann entleerte sich spontan etwas mehr. Durch leichten Druck mit der Fingerbeere auf die apikale Region des Einsers entleerte nun mehrmals schwallartig insgesamt gut eine teelöffelgroße Menge Pus.
Wir liessen die Patientin noch 20 min aufrecht sitzen, bis kein Exsudat mehr aus dem Wurzelkanal kam, Spülung mit NaOCl, Med mit CaOH2, Cavit.
Auf die anschliessende Frage, ob die Patientin denn vorher keine Schmerzen hatte, sagte sie: „Nein. Aber jetzt ist es besser.“
Ich werde berichten, wie’s weiter geht.




„Lecker, was? Bei Bodald neckern wir den Blubb aus dem Zahn…“ ;-)
„Gute alte Zeit“: http://www.youtube.com/watch?v=3VD4XaQiCF8