von Olaf Löffler
Mit unserem Melag hatten wir schon einige Probleme.
Am Montag kommt bei unserem Melag Vacuklav 40-B die Meldung „Wasserqualität schlecht“.
Die zuständige Helferin tauscht die Mischbettharzpatronen.
Ein Set ist immer vorrätig, da ansonsten keine Sterilisierung möglich ist. Das wäre der Supergau für die Praxis.
Plötzlich herrscht Aufregung. Die neuen Patronen lassen sich nicht einsetzen.
Der Innendurchmesser der Patronenöffnung ist knapp 1mm kleiner.
Die Kontrolle der bestellten Meladempatronen ergab, die Patronen müssen passen.
Meladem 40 Mischbettharzpatrone lautet die korrekte Bezeichnung.
Anruf bei unserem Servicetechniker. Er kommt umgehend vorbei. ( An dieser Stelle mal ein außerordentliches Lob an Herrn Neumann und Henry Schein Leipzig für die oftmals prompte Hilfe. )
Auch er ist erstmal ratlos. Ein Anruf bei Melag klärt das Problem. Es gibt jetzt zwei Sorten von Patronen. Bei der Bestellung muss man die Seriennummer angeben, damit man die richtigen Patronen bekommt.
Melag hat die Depots laut eigener Aussage bereits informiert.
Ob alle Händler das wissen?
Die Kontrolle und Seriennummerabstimmung der vorrätigen Mischbettharzpatronen ist unbedingt angeraten.
Melag hat uns die Patronen getauscht, nach zwei Tagen, auf Kulanz.
Wir haben mit Hilfe des Servicetechnikers die nichtpassenden Patronen mit etwas Kraft aufgesetzt. Hoffentlich lassen diese sich auch wieder ohne Probleme entfernen. Eine andere Lösung gab es nicht für uns.
Zwei Tage ohne Vacuum – Steri – undenkbar. Wird sich etwas ändern?
Ich glaube es nicht. Die Industrie ist leider nicht in der Lage die berechtigten Hygieneanforderungen des Robert Koch Institutes technisch reibungslos umzusetzen. Die Praxen sind mit Improvisationslösungen und zusätzlichen finanziellen Mitteln gefordert.
Müssen die Praxen zwei Steris anschaffen, einen als Reservegerät? Bei den derzeitigen Gerätekosten und Honoraren – undenkbar, aber wahrscheinlich nicht vermeidbar.
Unsere Probleme mit dem Vacuklaven haben wieder ein neues Kapitel bekommen.
- alte Patrone
- alte Patrone


Gottlob haben wir noch den Meladem 37, welchen wir selber mit Mischbettharz befüllen ohne jedes Mal eine komplette Patrone kaufen zu müßen. Melag hat wohl gemerkt, daß sich mit den Patronen viel Geld verdienen läßt, denn den 37 gibt es nicht mehr.
Sicher kann man sich eine nachfüllbare Patrone aus seewasserfestem Alu oder Stahl bauen lassen; dann läge der Preis für das Nachfüllen bei ca. 4 Euro. Wenn das alte Harz zum recyceln gesammelt wird ist die Füllung noch günstiger.
Olaf, ich nehme destilliertes Wasser aus dem Supermarkt. Wäre das keine Lösung? Was sagt das Handbuch von Melag, welche Leitfähigkeit darf höchstens gegeben sein? Bei Enthärtungspatronen schwankt die Leitfähigkeit viel stärker als bei der relativ konstanten Wasserqualität aus dem Supermarkt. Bei Conrad Elektronik gibt es ein Leitfähigkeitsmeßgerät speziell für den sehr niedrigen Leitfähigkeitsmeßbereich, damit lasse ich messen.
http://www.aft-shop.de/mischbettharz/index.html
Hier die Adresse f.taugliches Harz zum selbst wechseln-hat sich bei uns schon lange bewährt
Ich bin auch Kunde bei AFT, beziehe dort aber nicht das Mischharz lose, sondern fertige Entkalkungskartuschen, die das Wasser für die zahnärztlichen Einheiten enthärten. Ab und dann gibt es Qualitätsmängel, also Harz, das viel zu saures Wasser produziert (ph 5,3 zuletzt, Trinkwasserverordnung erlaubt nur 6,5-9,5, saures Wasser wirkt korrosiv). Die Kartuschen wurden bislang von AFT problemlos getauscht. Man sollte Leitfähigkeit und pH-Wert von Wasser in den Einheiten und für den Autoklaven regelmäßig überwachen.
Ironie an: Mischbettharzpatronen, alle halbe Jahre Wartung, sollten wir uns nicht auch solche nie versiegenden Geldquellen bauen die auch noch staatlicherweise gefordert werden? Ironiemodus aus
Hey Leute, warum die ganze Aufregung? Die Patronen kosten günstig eingekauft 36,- Euro incl. Mehrwertsteuer. Dagegen sollte man mal das dest. Wasser (z.B. 1,25,- Euro a 5 Liter) oder mögliche Mischharze pro Lebensdauer berechnen. Wirklich so wild der Unterschied ihr Pfennigfuchser?
Nun ja, das Harz kommt per Post, das Wasser aus dem Supermarkt muß man holen, diesen zusätzlichen Zeitaufwand müßte man addieren. Aber ich habe mich für das destillierte Wasser aus dem Supermarkt für den Autoklaven entschieden, weil es einfach qualitativ konstanter ist. Im niedrigen Leitfähigkeitsbereich, wenn man die Kartuschen nicht bis zuletzt auslutscht, ist es vermutlich sogar günstiger, wenn man nur die Literpreise vergleicht. Für die Dentaleinheiten reicht enthärtetes Wasser, da kann die Härte auch `mal stärker schwanken, das ist unkritisch. Deshalb dort weiter Kartuschen. Ginge auch technisch kaum anders. Eine normale Grünbeck-Entkalkung hat bei uns wg. des zu geringen Wasserverbrauchs nicht funktioniert und war wg. Reparaturen und Service dann teurer als Kartuschen.
AFT hat aktuell einen Mindestbestellwert von 20,00 €. Lohnt sich also nur, wenn man mehrere Demin-Geräte betreibt oder mit Kollegen teilt.
Guten Morgen!
Ein Kollege hat mir vor ein paar Tagen empfohlen, Mischbettharz von der Firma Regenrierstation Stuttgart zu kaufen und das Harz aus den Melag Patronen selber auszutauschen. Hat jemand von euch Erfahrung damit? Vom preislichen Aspekt würde es sich lohnen (10 Liter Harz für 62 Euro inkl Mwst).
Guten tag Anonym,
wir machen das schon seit 6 Jahren. 10l Eimer mit Deckel für die frische Ware und 10l Eimer ohne Deckel für die verbrauchte Ware. Die verbrauchte Ware wird beim Kauf von neuem Harz gutgeschrieben. Der Steri läuft einwandfrei, die Instrumente sind tadellos.
Wir machen das mit unserem MELAG schon lange-problemlos mit einer Firma in Berlin.
Jürgen Wanke Medizinalservice Tel 0308332042