von Ostidald Wucker
In diesem Fall gelang es einen bestehenden Zahnersatz funktionsfähig zu erhalten. Die Patientin hatte zu uns besonderes Vertrauen gefasst, da wir vor mehreren Jahren bereits einen durch einen Stiftaufbau perforierten Zahn 23 erhalten haben. Damals waren noch keine Konuskronen angefertigt. Die Pfeilerwertigkeit erschien uns zweifelhaft. Nach nunmehr 6 Jahren scheint es doch zu funktionieren…
Der Zahn 24 war frakturiert. Die Primärkrone ließ sich nahezu spaltfrei aufsetzen und Ferrule blieb auch nach Kariesentfernung erhalten. Das Kanalsystem war vollständig oblitertiert und musste mühsam mit Ultraschall und Nickeltitaninstrumenten aufbereitet werden.
Nun hoffen wir, daß der Zahnersatz wieder problemfrei weitere Jahre funktioniert und 24 und 23 sich weiter gemeinsam stützen und schützen…

Sehr geehrter Herr Wucker,
erlauben Sie mir bitte einige wenige Anmerkungen.
Ich bin sicher, Sie haben gleichzeitig unterfüttert und der Patientin – wegen der jetzt noch schwächeren Pfeilersituation – geraten, es zukünftig mit den Unterfütterungen sehr genau zu nehmen, also mindestens einmal pro Jahr, weil sie sonst nicht viel von der Rettung des Zahnes haben wird. Gerade die endständigen Pfeiler brechen ja in der Regel, weil die Sättel in Folge des Knochenabbaus (Genackel) zu stark einsinken. Das ist bei einer teleskopierenden Arbeit ohne distale Abstützung quasi systemimmanent, Leider folgen die Patienten der Aufforderung zur regelmäßigen Unterfütterung nicht immer. Dann passiert irgendwann soetwas.
Wie kann man das Risiko einschränken?
Zum einen, indem man die Zähne tiefer fasst. Auf dem Röntgenbild sieht man, dass dort ca. 1/2 cm Retention verschenkt wurde.
Und zum anderen so:
http://www.tarzahn.de/Rationelle%20Prothetik/Tele2/tele2.htm
Wir gliedern solche Arbeiten seit ca. 15 Jahren ein und haben seitdem praktisch keine Frakturen mehr und nur sehr, sehr wenige Zähne verloren. Kein Vergleich zu früher. Ist ja eigentlich auch völlig logsich.
Der Erfolg zeigt sich aber nicht nur durch den voraussagbar langfristigen Zahnerhalt auch bei desolater Pfeilersituation. Die Notwendigkeit von Unterfütterungen ist vielmehr auch und geradezu drastisch eingeschränkt, weil das Genackel deutlich reduziert ist. Die gezeigte Arbeit ist numehr seit 12 Jahren in situ und seitdem nur 1mal unterfüttert worden.
Zugegeben, die Pfeilersituation ist hier sehr günstig. Das funktioniert aber genau so bei Verblockungen von Pfeilern lediglich im Frotnzahnbereich. Es ist eben wie bei auf parallel gefrästen Stegen reitenden Prothesen bei 3 bis 4 Implantaten zwischen 3 und 3. Auch da muss man ja nur ganz selten einmal unterfüttern
Die prothetischen Regeln sind natürlich zu beachten.
Herzliche Grüße
Rüdiger Osswald
Hallo Herr Osswald,
neben der Unterfütterung sollte die Remontage nicht ganz vergessen werden hat mir Herr Wucker gesagt und erwähnte noch, daß es in diesem Fall kein endständiger Pfeiler war.
Herzliche Grüße
Olaf Löffler
Dass es kein endständiger Pfeiler ist, Herr Löffler, unterstreicht das, was ich geschrieben hatte deutlich. Man kann nämlich bei entsprechender Versorgung durch primäre Verblockung über individuell parallel gefräste Stege eine Fraktur solcher Pfeiler praktisch 100%ig vermeiden.
Natürlich gewinnt bei sekundärer Verblockung auch der Aspekt der verschenkten vertikalen Fassung vor diesem Hintergrund zusätzliche Bedeutung.
Herzliche Grüße
Rüdiger Osswald