Medizinischer Portlandzement

von Christoph Kaaden

Vor längerer Zeit haben wir hier erstmals über eine Schweizer MTA-Alternative berichtet. Kurze Zeit danach stellte ferner Bonald Decker in diesem Fallbericht seine ersten klinischen Erfahrungen mit diesem Produkt vor.

War es bisher schwierig und ggf. aufwendig diesen medizinischen Portlandzement in Deutschland zu erhalten, hat sich die Situation nun erheblich verbessert.

Die Firma DSI-Huber vertreibt seit Mai 2012 das Produkt in Mittel- und Nordeuropa. Laut Homepage mit Versandgarantie innerhalb von 24 Sunden. Bestellt wird im Online-Shop.

Einige lesenswerte Artikel zu dieser Thematik finden sich ferner hier.

9 Gedanken zu „Medizinischer Portlandzement

  1. Lieber Christoph,
    die Suche nach einem „preiswertem“ Kinder MTA ist für mich die ewige Suche nach dem Baum im Wald: man sieht ihn vor lauter Bäumen nicht.
    Kinder MTA ist nicht röngenopak – sorry, ja leider usw. Das muß man dann dokumentieren und bei zukünftigen Rö s berücksichtigen.
    Warum so viel Aufwand und Umstände?
    Wenn man MTA mit einem Vakuumgerät einschweißt, dann ist es feuchtigkeitslos. Und portionierbar.
    Wie teuer ist dann eine Kinderanwendung??????
    Vorteile:
    – Kein Kinderzement steht ewig rum, um nach 3 maligem Gebrauch fast unverbraucht wg Verfallsdatums weggeworfen zu werden!
    – Workflow mit einem MTA übersichtlicher
    -Röntgenopazität
    Das ist also meine Alternative zum Kinder MTA:-)
    HG Stefan

    • Lieber Stefan,
      das entscheidende in dem Fall ist für mich nicht der Preis, sondern die vermeintlich geringere Verfärbungsgefahr durch den „med. Portlandzement“.
      Bei der Revitalisierung hatte ich sehr wohl schon Fälle, wo das MTA Angelus am Zahn unschöne Verfärbungen hinterlassen hat…wenn sich dies mit dem Schweizer-MTA vermeiden lässt bin ich dabei. Bei apikalen MTA plugs sehe ich bei uns weiterhin die Anwendung von Angelus. Da halte ich es wie Bonald Decker
      ;-)
      und wer weiss, evtl. gibts ja auch bald das Schweizer MTA mit nichtverfärbendem radioopakem Zusatz
      Lieben Gruss Christoph

      • Guten Morgen Christoph – bei einer Revaskularisierung hast Du sicher den Aspekt der möglichen Verfärbung, selbst bei weißem Pro Root… aber bei einer P ist der Effekt zu vernachlässigen. Davon ging ich jetzt in meinem Behandlungsspektrum aus. Ich mach mehr P´s als Revaskularisierungen. Und bei einer Amputation dürfte der Effekt bei einem Miclhzahn auch nicht so wichtig sein… Wie auch immer: ein rö opaker Schweizer Zement wäre schon klasse… Herzliche Grüße Stefan

  2. Es gibt doch portinierbares Ledermix MTA, röntgenopak in grey oder white… (2g im Glasfläschchen, ca. 82€).
    Man muss natürlich mit sterilem Instrumentarium arbeiten, aber so entfällt das portionieren+einschweissen.

      • Davon gehe ich aus, Herr Kaaden.
        Ich wollte „Stefan“ eine Alternative anbieten, die leicht verfügbar ist und wirtschaftlich ist.
        Die Portionierung beim med. Portlandzement erscheint mir etwas schwierig (1 Kapsel pro Patient und dann ist der Kostenfaktor schon wieder etwas höher…).

Kommentar verfassen