von Jörg Schröder
Die endometrische Längenbestimmung ist aus unserer Praxis nicht mehr wegzudenken.
Bei Zähnen mit metallischen Restaurationen besteht insbesondere bei klein gehaltenen Zugangskavitäten immer wieder das Problem, dass durch kurzzeitigen Kontakt des zur Messung eingeführten Instrumentes mit dem Metall der Restauration eine falsch positive Messung angezeigt wird. das Endometriegerät zeigt die Überschreitung des apikalen Formens an, obwohl das Instrument noch weit vom Formen entfernt ist.
Der in unserer Praxis zur zusätzlichen Abdichtung des Kofferdams verwendete Opaldam schafft hier überzeugend Abhilfe. Vor der endometrischen Längenmessung wird der lichthärtende Opaldam mit Hilfe eines Microopeners dünn auf die durch die Bearbeitung aufgeraute Metalloberfläche aufgebracht. Falsch positive Messergebnisse können so vorhersagbar vermieden werden.

In solchen Fällen drücke ich ein dickes Schaumstoffpellet in die Trep-Öffnung und gehe mit der 10 Handfeile – ganz leicht drehend damit die Spitze nicht um knickt – direkt durch. Klappt meistens ganz gut, und man kann es nach der Messung einfach raus ziehen. Einziger Nachteil ist, dass man während einer Aufbereitung nicht nach messen kann da das Pellet besser raus genommen wird, ansonsten wird das ganz schön zerschreddert und ordentlich spülen kann man auch nicht.
Hätte ich jetzt nicht gedacht, dass auch das Schaumstoff-Pellet isoliert. Der Vorteil vom Opaldam: Rotierende Instrumente können eingesetzt werden und kleine Teile fallen nicht in die Zugangkavität. Allerdings kostet Opaldam ein klein wenig mehr. ;)
Herzliche Grüße
Jörg Schröder