Fragmententfernung mit dem Lasso

Präoperativ sah alles ganz einfach aus.

Ein 32, dessen Erstbehandlung nicht erfolgreich endete. Über das fakturierte Instrument im apikalen Drittel war die Patientin nicht informiert worden.

Der Thermafill-Carrier endete dort, wo das Fragment begann. Nach Entfernung der deutlich kontaminierten Obturationsmasse konnte das koronale Fragmentende nicht vollumfänglich visualisiert werden.

Nach Freilegen mittels U-File der Größe ISO 20 gelang es, das stark eingebolzte Fragment auf der Länge eines Millimeters freigelegt werden.

Nachdem es so schien, als ob es sich nach Ultraschall-, Schall- und Lasereinsatz leicht zu bewegen schien, kam der BTR-Pen mit einer 0,4 mm großen Kanüle zum Einsatz. Wichtig dabei: die Schlaufe etwas länglich zu lassen, damit diese über das Fragment geschoben werden kann. Richtet man die Schlaufe rechtwinkelig zur Kanüle aus, reicht der im Kanal vorhandene Platz nicht aus. Die Kanüle oder die Schlaufe wird immer wieder seitlich abgedrängt.

Bereits der ersteVersuch gelang. Anhand des Pluggers konnte der Bereich um das Fragment herum ausgemessen werden. 0,6 Millimeter standen zur Verfügung.

Der Look der Obturation nach der Behandlung ist sicher nicht ideal und ich würde ihn mir noch etwas schmaler wünschen. In 19 mm Tiefe war die Sicht auf das Fragment bei zeitgleich eingebrachter Ultraschallfeile eher spärlich. Interessant dabei, dass selbst ein sehr graziles Terauchi-Ultraschallinstrument aufgrund des eher dicken koronalen Schaftes eine schlechtere Sicht als die U-File im Endo-Chuck ermöglichte.

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