Duplizität der Ereignisse – Apical Split (Teil 4)

Bis hierher hat alles gut geklappt.
Der erste der beiden Wurzelkanäle, der einfachere,  ist aufbereitet.

Warum sollte man mit dem leichteren, besser zugänglichen beginnen ?
Weil wir im vorliegenden Fall keine Einsicht haben, die jeweiligen Kanaleingänge betreffend und daher ausschließlich auf unseren Tastsinn angewiesen sind.

Die Vorgehensweise ist demnach wie folgt:

Vorbiegen des kleinsten maschinellen Instrumentes (in unserem Fall eine Meta Biomed GL 153 15.04) , um dieses in den Kanal einführen zu können.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, das Instrument findet ohne Widerstand seinen Weg nach apikal, dann befindet es sich im bereits bis 35.06 aufbereiteten Kanal. Oder – man verspürt vor der vorab mittels Handinstrumenten ermittelten Arbeitslänge einen deutlichen Widerstand, was als Zeichen zu werten ist, dass wir uns im richtigen, noch nicht aufbereiteten zweiten Wurzelkanal befinden.

Idealerweise führt man das Instrument bereits im Handstück eingespannt ein, bei stehendem Motor natürlich, um es in den Kanal einfädeln zu können. Zumeist, wie auch in diesem Fall gelingt dies jedoch nicht, weshalb zunächst das Instrument von Hand eingeführt und anschließend erst, wenn es seine Position im Kanal gefunden hat, das Winkelstück aufgesteckt wird.

Wir sind jetzt bereit für die maschinelle Aufbereitung. Hier sind reziprok arbeitende Instrumente wie VDW Reciproc oder Maillefer Wave One Gold von großem Vorteil, weil diese ein gefahrloses „Anfahren“ des Instrumentes gestatten. In vollrotierender Arbeitsweise wäre das Risiko des Torsionsbruches deutlich höher. Im vorliegenden Fall greife ich unterhalb der (gelben) Wave One Gold small auf besagte Meta 15.04 zurück. Hier hilft das Morita TriAutoZX2 Handstück enorm, weil es das Instrument in einem nicht rotierenden reziproken Modus betreiben lässt, die Frakturgefahr demnach ausgeschlossen ist.

Die Aufbereitung mit immer größer werdenden Instrumenten (Meta 15.04, Wave One Gold gelb, Wave one Gold rot, Wave One Gold Grün) gelingt auf diese Art und Weise problemlos.

Für die Masterpointaufnahme muss auf ISO-Guttaperchastifte zurückgegriffen werden, weil nur diese mit ihrem 2% Taper sich durch den schmalen Kanalbereich koronal der Vereinigungsstelle zusammen in die jeweiligen Kanäle einführen lassen.

Die Aufbereitung ist geschafft, jetzt steht nur noch Wurzelkanalfüllung im Raum.
Wie sinnvollerweise verschliesse ich bestmöglich die vorliegende Kanalkonfiguration ?

Darüber berichte ich im letzten Teil dieser Artikelreihe am Freitag dieser Woche.

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