Röntgenbild OPT (2)

von Ostidald Wucker

Hier haben wir erstmals berichtet.
Zu recht wurde in diesem Fall nach dem Alter des Patienten gefragt. Man kann es durchaus an Hand der Röntgenbilder vermuten. Wir haben versäumt dies mitzuteilen.
Für die Diagnostik ist das Alter von Bedeutung.

Unsere Verdachtsdiagnose lautet: zusätzlicher Zahnkeim. Wir haben ein DVT angefertigt.

 

Die Differentialdiagnose lautet: Odontom, Osteom

Hier noch einige Informationen zu besagten Differentialdiagnosen:

Odontom:
Ep.: Häufig im Kindes- und Jugendalter diagnostiziert.
Morph.:
• Glatt begrenzt bzw. abgekapselt
• Keine Malignitätszeichen.
Subtypen:
1. Komplexes Odontom: Enthält gut differenzierte Gewebsanteile aller Zahnstrukturen (Zahnschmelz, Dentin, Zement, Pulpa, peridontales Ligament).
2. Compound-Odontom: Enthält kleine zahnähnliche Gebilde.

Klinik: Evtl. Schwellung, evtl. Wurzeldislokation, evtl. verhinderter Durchbruch bleibender Zähne.

Osteom:
entstehen peripher oder zentral,
sind nicht immer von stark ossifizierenden und verkalkenden Läsionen.
Auftreten in allen Altersgruppen, bevorzugt ältere Erwachsene

Radiologie:
gut abgegrenzte und sehr dichte Verschalung (kompaktes Osteom).
Osteome sind häufiger im Sinus Frontals und maxillaris, seltener in der Kompakta des Kieferwinkels.

Ameloblastisches Fibrom:
Im Röntgenbild zeigt sich eine ein- (seifenblasenartig) oder mehrkammrige (honigwabenartig), durch Knochenauflösungen (Osteolysen) scharf begrenzte Aufhellung mit Auflösung der Kortikalis.

 

Quellen: Farbatlanten Zahnmedizin, Bd. 5 Radiologie, Friedrich A. Pasler., 1991, 2. 232; Wikipedia

 

 

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