Endodontisches Recall – und dann…

von Ostidald Wucker

Für den endodontisch tätigen Praktiker sind Recallbilder von eigenen Behandlungen ein wichtiges Kriterium um das eigene Tun prüfen zu können und vor allem dies auch über einen möglichst langen Zeitraum zu kontrollieren.

Deshalb sind wir interessiert, alle unsere Patienten in ein entsprechendes Kontroll-Recall aufzunehmen. Leider gelingt dies nicht immer. Häufig kommt es zu ein bis zwei Kontrollterminen. Diese liegen in der Regel zwischen 9 Monaten und 18 Monaten. Mittels integrierter Recallfunktionen in der Praxissoftware ist dies leicht zu automatisieren. Allerdings sind Kontrolluntersuchungen nach mehr als 2 oder 5 Jahren nicht mehr zu realisieren. Die Softwareeinstellungen lassen oft eine speziell längeres Terminintervall nicht zu, da es eine Zeitbefristung gibt. Zumindest ist es derzeit bei Dampsoft so.

Möglicherweise liegen diesem Problem auch mir nicht bekannte juristische Aspekte zu Grunde. Der Patient verliert bei diesen langen Zeitabständen die Kontrolle, ebenso die Praxis ohne elektronische Unterstützung. Es sind daher mögliche Langzeitkontrollen sehr schwierig umzusetzen. Leider blieb meine Anregung bisher ungehört.

Unsere Nachuntersuchungen werden nach 3 oder 6,12, 24 Monaten geplant. Danach nach 5 Jahren und nach ca. 10 Jahren. Mitunter ist der Patient für eine Behandlung eines anderen Zahnes überwiesen, dann variieren wir auch etwas in den Nachkontrollen um dem Patienten zusätzliche Wege zu ersparen.

Anbei zwei mehr als 5 jährige Nachuntersuchungen

 

6 Gedanken zu „Endodontisches Recall – und dann…

  1. In „Consys-Dent“ lassen sich beliebige Recalltermine erfassen (kostenlose Demoversion läßt sich herunterladen). Wenn das „Dampsoft“ nicht kann, ist das m. E. nur Programmierfaulheit.

    • Hallo Michael,
      Dampsoft kann das schon. Aber Recalls über 5 Jahre werden nicht durchgeführt, wenn man die 2 Jahresfrist für alle anderen Recalls eingestellt hat. Diese ist bei uns laut Dampsoft notwendig um ältere Patienten, welche nicht mehr bei uns in Behandlungs sind nicht ständig wieder im Recall zu haben.
      Herzliche Grüße
      Olaf

      • Olaf, bei Consys-Dent gibt es patientenbezogen beides: Das periodische Recall (auch mehrere parallel, verknüpft mit mehreren Recallarten und in der Folge unterschiedlichen Recallschreiben sind möglich) und parallel dazu der feste Recalltermin. Beide (bzw. alle Recalls) lassen sich parallel und unabhängig voneinander nutzen. Es läßt sich auch je periodischem Recall die maximale Zahl der Recallschreiben zwischen 2 Besuchen festlegen u. auch, in welchem Abstand die weiteren Recallbriefe versandt werden sollen, wenn der Pat. sich nicht meldet. Wenn der Pat. dann da war, wird das Recall automatisch wieder aufgenommen, d. h. ab seinem letzten Besuchsdatum oder wahlweise 01-Datum oder wahlsweise nach Erbringen einer vom Zahnarzt festgelegten Gebührenposition. Ich bleibe dabei: Technisch ist das heute dank moderner Datenbanken alles überhaupt kein Problem mehr. Beste Grüße, M.

  2. Moin Osti,

    ich lasse die Recalltermine immer ins Dampsoft-Terminbuch eintragen, dazu haben wir ein extra Terminbuch angelegt, ist vielleicht nut „halbautomatisch“ aber es funktioniert und Du kannst die Termine ganz variabel auch in die Zukunft planen.
    Schöne Doku oben :-)

  3. In der 2. Jahreshälfte 2006 haben Sie sich also augenscheinlich ein digitales Rö-System angeschafft. Welches System war das? Sensor oder Speicherfolie? Vielen Dank für die Info, Klaas Köppe

    • Ostidald meint es sind einige analoge Bilder mit der Sanyo E6 abfotografiert.
      Die digitalen Röntgenaufnahmen wurden durchweg mit dem Kodak 6100 Sensor angefertigt.

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