HDMI ohne Kabel

von Oscar von Stetten

Mit der immer grösseren Verbreitung von HD-Signalen und HDMI-Steckern wird die Frage nach dem Übertragungsweg auch immer interessanter. Nicht immer ist es möglich, ein HDMI-Kabel zu ziehen. Kabelkanäle sind ebenfalls nicht jedermanns Sache. Die HDMI-Spezifikation sieht eine maximale Kabellänge von 15m vor. Wenn man nun bedenkt, dass 15m manchmal zuwenig sein können und ein gutes Kabel auch schnell weit über 150€ kostet, macht man sich Gedanken um Ersatzlösungen. Klar, man kann einen Repeater einsetzen oder auch an eine HDMI-HDSDI-Brücke denken, diese Lösungen kosten jedoch viel Geld. Und vorhandene Leerrohre stossen bei einem guten (sprich ausreichend geschirmten Kabel) schnell an ihre Grenzen, vor allem wenn starke Radien im Rohr vorhanden sind.

Bei unserem Umbau letztes Jahr hat leider der Elektriker ein in allen Zeichnungen vorhandenes und den morgendlichen Besprechungen auch öfter erwähntes HDMI-Kabel gleich mit in das Leerrohr zu verlegen komplett vergessen, bevor dieses wieder unter dem Estrich verschwindet…… bei den Leerrohrradien ist eine Verlegung leider nicht mehr ohne weiteres möglich. Es gibt zwar eine Löt-Lösung, die Lötung und die Buchsen tun der Qualität des Bildes jedoch nicht gut. Bei uns hängt ein Monitor an der Einheit, der mir während der Behandlung das Röntgenbild anzeigt. Wichtig. Ohne geht es bei uns nicht. Was nun?

Schnurlose Übertragung. Doch welche? Viele der Lösungen auf dem Markt benötigen eine direkte Sichtverbindung, manchen funken auf dem bereits jetzt überlasteten 2,4GHz-Band, andere auf dem (noch) nicht so überlasteten 5GHz-Band. Allen ist eine Latenz bei der Übertragung gemeinsam. Für das Röntgenbild ohne Belang, möchte man jedoch Bewegtbilder darüber übertragen (z.B. Mitbeobachtung oder Fokuskontrolle für die Dokumentation) wird es kritisch. Dafür benötigt man eine möglichst geringe Verzögerung.

Eine uneingeschränkte Empfehlung kann ich nach 12 Monaten Betrieb für das Zyxel 6215 Übertragungssystem aussprechen ( HYPERLINK „http://www.zyxel.com/de/de/products_services/whd6215.shtml?t=p“ http://www.zyxel.com/de/de/products_services/whd6215.shtml?t=p). Das Besondere: der Sender und Empfänger müssen nicht zwangsläufig Sichtkontakt haben. Die Geräte nutzen Mikroantennen und vorhandene Wände als Spiegelflächen um einen Kontakt herzustellen. Das klappt so hervorragend und schnell, dass man sich vor den Empfänger stellen kann, ohne dass die Verbindung abreisst. Die Bildqualität ist sehr gut, auch bei Videobildern. Keine spürbare Verzögerung, sehr stabile Verbindung.

Wir sind sehr zufrieden.

zyxel.001

4 Gedanken zu „HDMI ohne Kabel

  1. Danke Oscar für den Bericht
    aber warum liegt Dein Sender auf dem Schrank?
    Was ist da angeschlossen?
    Hast Du ein Foto von der installierten DM Dokumentationslösung?
    Da müsste ja der Sender am DM befestigt sein.
    Danke wür weitere Infos.
    Grüße
    Andreas

  2. Hallo Andi,

    ich verwende das System nur für die Übertragung eine Zweitmonitors des Computers. Die Daten der Dokumentation laufen über Kabel, so wie es sich gehört (diese wurden nicht vergessen). Allerdings kann ich sagen, dass Bewegtbilder gehen, weil ich das Ding daheim an einem Blu-Ray-Player dran hatte ohne Probleme.

    Wände nutzt dieses System in dem verwendetem Frequenzbereich als Reflektor. D.h. wenn keine direkte Sichtverbindung aber irgendwo eine Tür o.ä. ist, kann das System funktionieren.

    Zur Übertragung in ein andere Zimmer wird in den nächsten Monaten sicher etwas auf den Markt kommen, wie z.B. LiveStream-fähige Kameras. Ikegami hat was in petto, Zeiss hat auf der IDS ja ein schönes, integriertes lauffähiges Video-Aufnahmesystem für das ProErgo, äääääh, Pico ;-) vorgestellt, das diese Fähigkeit auch hat. Unter anderem kann es Stills direkt capturen mit Fernbedienung und allem PiPaPo. Nett….

    LGO

Kommentar verfassenAntwort abbrechen