Brownie

von Christian Danzl

in den letzten Jahren hat sich Bereich der indirekten Restaurationen vieles getan. Eine Bewegung weg vom Metall und hin zu Keramik ist zu verzeichnen. Vollgusskronen und Goldinlays fristen mittlerweile ein Schattendasein und kommen fast nur noch bei Bruxern und anderen stark belasteten Konstruktionen zum Einsatz.
Vollkeramik, wie Emax und Zirkon, sind weiter auf dem Vormarsch.
Mit dem Material hat sich auch die Präparationsform ein wenig geändert. Während die Form für Metall eine gewisse Varianz verträgt, kann eine nicht gebrochene Kante und damit einhergehende Spannungen im Material bei einer Vollkeramikkonstruktion zum Bruch der Restauration führen.
Bewährt haben sich bei mir in der Praxis Sof-flex Scheiben zum Abrunden der Präparationen. Das letzte Finish lässt sich sehr gut mit Brownies herbeiführen.
Shofu bietet Brownies FG-Schaft an, die sogar den Drehzahlen der Turbine standhalten.
Ich benutze sie aber lieber im Schnelläufer.
Auf einem Zurichtstein in die Richtige Form gebracht (siehe Bild) lassen sich so auch Kronenpräparationen – insbesondere die Präpgrenze bei der Stufe – sauber finieren.
Die Abformung wird schöner und die Kronen passen erkennbar besser durch die glatte Oberfläche.

links: Original – rechts: zurechtgetrimmt, nach dem Einsatz

5 Gedanken zu „Brownie

    • Die Fläche ist natürlich abhängig von der Bearbeitung. Aber es geht eigentlich nicht nur um Fläche, sondern auch um Benetzbarkeit. Tiefe Krater können Sie nicht mehr von Debris befreien, Sie kleben den Abrieb nur zu und damit wird dieser Vorteil zu einem Nachteil. Es gibt ja noch den guten alten Arkansasstein, für die, die es zwar rund aber etwas rauher mögen, die Hartmetallfinierer von KOMET sind aber auch ein Ausprobieren wert (für die zervikale Stufe).

  1. Soweit ich mich entsinne, war eigentlich ganz klar gesagt worden, dass bei konventioneller Zementierung die „Retention einer Krone […] durch [den] Faktoren […] Rauheit der Präparation“ beinflusst wird.(http://www.dgzmk.de/uploads/tx_szdgzmkdocuments/Klinische_Indikation_von_Kronen_und_Teilkronen_(der_geschaedigte_Zahn).pdf)
    Die Zementhaftung wir dadurch verbessert. So wird z.B. ein gegossener Stift-Stumpf-Aufbau vom Techniker auch nicht poliert, sondern durch Sandstrahlen bewusst rau gestaltet.
    Eine Politur, wie sie durch die Verwendung eines Brownies entsteht, macht daher nach meinem Wissensstand keinen Sinn. Das die Präparationsgrenze selbstverständlich geglättet werden muss steht außer frage.

  2. Auf jeden Fall eine gute Entwicklung, denn Metallkronen und Inlays sehen doch einfach nur Schrecklich aus. Keramik hingegen kann man kaum von den natürlichen Zähnen unterscheiden. Ob nun perfekt geschliffen oder nicht, Keramik gehört die Zukunft.

  3. Pingback: Adventskalender 2012 (3) – Shofu Brownies | Wurzelspitze

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