Aus eins mach zwei

von Guido Vorwerk

Das Anpassen bzw. Kürzen eines Glasfaserstiftes für einen adhäsiven postendodontischen Aufbau stellt einen gewissen “Balanceakt” dar.

Selbst in einer Klemmpinzette gehalten tendiert der Stift zum Ausweichen bzw. Verrutschen. Wenn dann noch der dem Vorbohrer angepasste schmale Anteil nur etwa die Hälfte der Stiftlänge ausmacht, schien es mir, obwohl ich kein Schwabe bin, immer wieder verschwenderisch, dass der restliche Teil häufig in eine nicht erkennbare Richtung davonflog.

Könnte er doch, insbesondere in mehrwurzeligen Zähnen in einen weiteren Kanaleingang als stabilisierender, retentiver Füllkörper eingesetzt werden. Auch als Platzhalter zwischen zwei notwendigen Sitzungen an bis an das Gingivaniveau reduzierten Frontzähnen können solche Stücke verwandt werden.

Es hat lange gedauert und vieler Anfragen bedurft, bis ich über Mitarbeiter der Firma Jadent eine Möglichkeit gefunden habe, mit Hilfe der Firma Laschal meine Idee umzusetzen, den Stift sicher gehalten trennen zu können. Auf den angehängten Folien ist ein Fall dargestellt, in dem der Halter eingesetzt worden ist.

3 Gedanken zu „Aus eins mach zwei

  1. Guido -perfekt! Aber erlaube mir dir Frage: Eier köpfst Du schon noch aus freier Hand?
    ImÜbrigen schiebe ich die Reste stets als Füller in das Kavum – so habe ich eine Insert Aufbau Füllung….
    Herzliche Grüße Stefan

    • Hallo Stefan,
      du weißt schon wieviele unterschiedliche, interessante Geräte es zum Eierköpfen gibt ;-) .
      Mit den Resten als Füller beschreibst du doch die Anwendung, die ich meine. Wie “fängst” du denn das zweite Stück auf ? Mir fliegt es leider desöfteren durch die Gegend und auf meinem hellen, melierten Fußboden ist es dann verschwunden ;-( .
      Viele Grüße Guido

    • Jetzt mal ernsthaft: Was bringen Glasfaserstiftreste als Füller in einer Kavität, im Gegensatz zu “reinem” Composite? Für mich kingt das ein wenig nach Salami im Hausflur, die das Hau stützen soll ;) …
      Herzliche Grüße,

      Harald.

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