von Bonald Decker
Geht ein Zahn trotz intensiver (endodontischer) Bemühungen verloren stellt sich in der Regel die Frage nach einem (temporärem) prothetischen Ersatz.
Bisher kannte ich hierfür primär (kleine) Klammerprothesen.
Aus eigener Erfahrung weiss ich um den suboptimalen Tragekomfort sowie die eingeschränkte Ästhetik dieser Option…
Umso erfreuter war ich kürzlich auf eine (für mich) neue Zahnersatzvariante für diese (und andere) Indikationen gestossen zu sein.
Die Valplast Prothese. Ein Zahnersatz gefertigt aus thermoplastischen Nylon, der werkstoffkundliche und optische Vorteile gegenüber der mir bisher bekannten Variante zu bieten scheint.

Interessante weiterführende Links zu dieser Thematik und dem Werkstoff finden sich hier
Das oben genannte Produkt wurde oder wird auch als Sunflex vertrieben, komischerweise akzeptieren unseren Erfahrungen nach die GKV diese unter diesen Namen vertriebenen Teilprothesen nicht als Interimsprothese. Auch muß ich sagen das die anfängliche Euphorie bei uns doch etwas der Realität weichen mußte (wobei wir schon Extremfälle hatten): die Passung ist nicht so nahtlos wie gewollt ( abstehende Gaumenbereiche) und die „Klammern“ halten nicht so gut. Größte Enttäuschung bisher war eine beidseitige Freiendsituation im Unterkiefer, wo die Vertikaldimension so gering war, dass die beschliffenen Prothesenzähne durch die Basis auf der Gingiva auflagen, und der Übergangsbereich „Prothesenzahn zu Nylonbasis“ immer störte, weil einfach keine Politur etc. möglich ist. Man muß also immer dafür sorgen, dass das Basismaterial die Ersatzzähne immer komplett basal einschließt, ansonsten wird das nie glatt. Auch die Erweiterung von mehr als einem Zahn ist für das Labor eine echte Tortour, wenn es überhaupt geht.
Wenn aber alles gut geht, sind die Ergebnisse sehr gut, und eine DEUTLICHE Verbesserung zur normalen Interimsprothese mit handgebogenen Klammern…
Haben anfangs auch die Nylon Prothesen names „Sunflex“ verwendet. Haben dann erst erfahren, dass die nicht in Deutschland, sondern alle Arbeiten in China hergestellt werden.
Wir setzen seitdem auf Original Valplast, das direkt in Deutschland von speziell trainierten Dentallaboren verarbeitet wird. Und seitdem wir das richtige Vallplast in einem Dentallabor einen Ort weiter fertigen lassen, gab es an Qualität und Passung nichts auszusetzen (dauert dann auch nur 2-3 Tage statt 10 oder so, Unterfütterungen machen die auch problemlos). Kostet halt aus Deutschland dann etwas mehr..
Vielleicht mal ausprobieren und vergleichen…?
Einfach bei Google „Valplast Labore“ eingeben…
Viel Erfolg!
Ich verwende diese Art des Interimsersatzes seit mittlerweile 4 Jahren, die Patienten sind so begeistert, daß mittlerweile schon 2 Patienten seit mehreren Jahren damit glücklich und zufrieden ohne Implantat leben und auch an den Nachbarzähnen sowie am Knochen keine nachteiligen Befunde zu erheben sind.