Wieder ein Zahn für die Zange, oder ? (III)

Alle guten (oder schlechten ) Dinge sind drei.
Noch ein Resorptionsgeschehen an einem Zahn 21. 16 jähriger Patient. Traumageschehen. Zähne waren zu lange ausserhalb des Mundes nach Unfall.
Zeitgewinnen durch palliative Behandlung ?
Oder besser Finger weglassen ?

p.s.: Der Zahn 11 bleibt aussen vor. Es geht nur um Zahn 21…

2 Gedanken zu „Wieder ein Zahn für die Zange, oder ? (III)

  1. Ich denke Zeit gewinnen lohnt sich immer bei jugendlichen Patienten, wo eine implantologische Therapie zu früh ist.
    Also defintiv Endo um die Infektion zu bekämpfen und um den Knochen zu erhalten/auszuheilen.
    Durch die fortschreitende Resorption werden die Wurzeln dann knöchern ersetzt.
    LG,

    Markus

  2. Der Junge ist 16… der Unfall sollte ungefähr mit 7-8 passiert sein, dem Wurzelwachstum nach geurteilt. Er ist im Gegensatz zu 11 noch nicht ankylosiert, vermute ich; das sagt die Schneidekantenstellung. Wenn das die Resorption ist, die er bis jetzt erlitten hat: nicht katastrophal. Der hat so was von einer Chance… vielleicht nicht lebenslang (wegen der dünnen Dentinwände), aber ausreichend lang, bis das Wachstum mal definitiv langsamer wird. Erstmal CaOH rein, vllt ein paar Monate CaOH/Iodoform und die Reaktion beobachten. Eine regenerative Therapie kommt hier für mich zu spät und hat zu viele Unsicherheiten im Resultat. Wenn weiter keine Zeichen für eine Ankylose, dann apikal biokeramisches Putty, einen Hauch Extruder-GP und dann Glasfaserstift und zusätzliche VOCO GT Stifte. Damit wäre die Biegefestigkeit des Zahnes bestmöglich adressiert. Kontrolle in 6 Monaten, 1, 2, 4 Jahren.
    Wenn Zeichen für Ankylose kämen, dann bleibt die Med mit CaOH/Iodoform, bis die Alternativen geklärt sind.
    LG Thomas

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