Der Patient hatte eine lange Zeit wenig auf seine Gesundheit geachtet. An den Zähne zeigten diese Jahre besonders. Er wurde mir überwiesen, mit der Bitte die Zähne 47, 46, 36, 26 mit allen Mittel zu erhalten.
Die Ausgangsbefunde gaben ein wenig hoffnungsvolles Bild.
Diagnosen und Befunde:
46 P. apicalis, erhöhte Sondierungstiefen circulär, Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, symptomfrei, Wurzelkaries
47 Z.n. WKB, P. apicalis, erhöhte Sondierungstiefen circulär, Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, symptomfrei, Sekundärkaries
36 Z.n. WKB, P. apicalis, erhöhte Sondierungstiefen circulär, Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, symptomfrei, Sekundärkaries
26 P. apicalis, externe apikale Resorption pal., erhöhte Sondierungstiefen circulär, Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, symptomfrei, Sekundärkaries,
27 (Zufallsbefund DVT) P. apicalis erhöhte Sondierungstiefen circulär, Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, symptomfrei, Sekundärkaries
Nach klinischer Befundung und Diagnostik hatte ich kein so gutes Gefühl für den langfristigen Erhalt der Zähne …
Nach der Beratung und Besprechung, meinte der Patient: ich habe ein sehr gutes Gefühl und wir sollten mit der Therapie beginnen.
Gerade dieser Satz (Ich habe ein sehr gutes Gefühl.) hatte ich in der letzten Woche meines Urlaubs auch gehört.
Wir waren auf einer Fotopirsch im afrikanischen Busch. Unser Guide fragte unseren Fahrer zu Beginn der Tour, warum die Tankanzeige auf Reserve ist. Er meinte, die geht nicht genau, er hat aber ein sehr gutes Gefühl.
Nachdem wir wenig Tiere sahen, aber 2 Mal defekte Reifen hatten (nur ein Ersatzrad war dabei),
mussten wir uns von einem anderen Fahrzeug ein Rad borgen. Da hatten wir auf jeder Seite und Achse ein anderes Rad mit völlig unterschiedlichen Profilen. Da hatte ich kein gutes Gefühl mehr. Nach dem 2. Radwechsel wurden zudem Geräusche am gewechselten Rad immer deutlich hörbarer. Auf unsere dringende Bitte, das Rad zu kontrollieren, musste unser Fahrer feststellen, Das war doch nicht richtig fest… Und jetzt brannte noch die Reservelampe an der Tankanzeige. Unser Fahrer meinte: „Oh, jetzt habe er auch kein gutes Gefühl mehr.“
Die Stimmung war dann nicht mehr gut. Aber Fahrer und Guide konnten uns dann doch noch zu 3 Löwen führen und alles war gut.
Auf dem Weg in unser Quartier mussten wir durch eine aufgescheuchte, sehr große Elefantenherde fahren, welche den Weg blockierte. Das gab noch mal Aufregung und danach durch einen Fluß mit einigen Krokodilen und Hippos. Inzwischen wurde es dunkel.
Kurz nach der Furt ging unser Motor aus. Er sprang nicht wieder an. Das Benzin war alle.
Wir saßen fest. Es war dunkel, 2 Meilen hinter uns waren die Elefanten (Elefanten vergessen nichts). 200 Meter neben uns waren Hippos, die zu ihren Futterstellen marschieren wollten, und wir saßen im offenen Jeep, hatten tolle Bilder, aber ein ganz schlechtes Gefühl…
Zum Glück konnte Hilfe per Funk geholt werden und wir waren einige Zeit später wieder gesund in unseren Zelten.
Demnächst mehr zu den o.g. Fällen…

Lieber Olaf,
das war eine sehr lustige Geschichte und wahrscheinlich ein unvergessenes Erlebnis.
Ich musste doch mehrfach herzlich Schmunzeln.
LG,
Markus