Erste RE-Therapie 2008 – Leander

Kurz vor Jahresende erhielt ich von meiner liebsten Zuweiserin das 16-Jahres-Recall unserer allerersten – Reparativen Endodontischen Therapie – überhaupt.

Zu den Hintergründen:

Im Sommer 2008 entwickelte der damals 8-jährige Leander einer dezente Schwellung inklusive Fistelbildung Regio 22. Ursächlich für die Nekrose war eine Invagination, die zu einer bakteriellen Infektion der Pulpa geführt hatte.

Der konsultierte Notdienst hielt den Zahn für nicht erhaltungswürdig und verwies Eltern und jungen Patienten an einen niedergelassenen Zahnarzt zur weiteren Therapie.

Die daraufhin konsultierte Kollegin hatte jedoch just zuvor das TEC Endo-Curriculum absolviert und hier durch hochrangige Referenten (Trope und Kim) von der Möglichkeit der „Revitalisierung“ erfahren. Statt den Zahn also zu entfernen, verwies sie Leander an uns…

Das damalige Behandlungsprotokoll unterschied sich in einigen Schritten von dem heutigen.

Wir verwendeten NaOCl, EDTA und CHX in allen Sitzungen und ein resorbierbares Widerlager kam nicht zum Einsatz.

Insbesondere der letzte Punkt verdeutlicht, warum dies jedoch definitiv sinnvoll ist.

Das eingebrachte MTA ist für meinen heutigen „Geschmack“ zu weit apikal geraten (da das Koagulum unter dem MTA Gewicht abgesunken war). Somit war in der weiteren Folge keine Dickenzunahme der Wurzelwand im zervikalen Bereich möglich…

obgleich ich den Zahn also in einigen Punkten heutzutage anderes behandeln würde bin ich mit dem langjährigen Recall zufrieden.

P.S.: Die Röntgenästhetik lässt ferner Luft nach oben

;-)

3 Gedanken zu „Erste RE-Therapie 2008 – Leander

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