Was sind die Grundlagen für den Praxiserfolg in der Zukunft?
Das die Praxis auf Social Media präsent ist und lustige TikTok Videos macht?
Sicher nicht. Viel Glück dabei…

Es werden ganz andere Dinge gefragt sein.
Aber zunächst die gute Nachricht: Die Zahnarztpraxis der Zukunft wird sich vor Patienten nicht retten können.
Zwar ist ein Übermaß an Patienten keine absolute Garantie für den wirtschaftlichen Praxiserfolg, aber sagen wir mal so, es hilft ganz ungemein. Und das aus zweierlei Gründen. Weil es von Abhängigkeiten befreit. Von Patienten auf der einen und von Krankenkassen und Politik auf der anderen Seite. Genau dieses Johann Wolfgangsche Schwert des „Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt“, das die vergangenen Zahnarztgenerationen so vortrefflich in Schach gehalten hat, ist nämlich stumpf geworden. „Du darfst Kassenpatienten behandeln, aber nur, wenn Du Dich an unsere Vorgaben hältst. Wir halten den Daumen drauf, und sagen, was Du darfst und was nicht, sonst schmeissen wir Dich raus und Du gehst pleite!“
So funktionierte das über viele Jahrzehnte.
Jetzt aber nicht mehr.
Was für eine wunderbare Wendung.
Zum ersten Mal in langer langer Zeit ist der Zahnarzt als Unternehmer in der Lage, seine Rahmenbedingungen zu seinem eigenen Gusto und betriebswirtschaftlichem Vorteil zu gestalten und dann von diesen Settings zu profitieren.
Das ist der nächste grosse Vorteil der Jetztzeit.
Nicht nur das es genügend Patienten gibt, sondern das man davon auch in adäquater Weise betriebswirtschaftlich profitieren kann.
Das wollen natürlich die Krankenkassen und die Politik nicht.
Die möchten weiterhin, wie bisher, in bester „Geiz ist GEIL!“- Mentalität möglichst viel Leistung zu möglichst kleinem Preis einkaufen. Das dies natürlich , was die Qualität angeht, zwangsläufig mit Einbußen verbunden ist, interessiert niemanden. Nicht die Krankenkassen, nicht die Politik und auch nicht diejenigen Leistungserbringer, die sich, den Mechanismus zum eigenen Vorteil zu eigen machend, auf dieses Spiel einlassen. Das im Supermarkt-Honig, der zu 3 Euro statt 8 -12 Euro wie beim Imker angeboten ist, gar kein Honig drin ist, dieses Untersuchungsergebnis überrascht doch nicht wirklich, oder ?
Lieber Zahnmediziner, welchen Honig möchtest Du in Zukunft verkaufen? In dein Sortiment aufnehmen? Du hast es selbst in der Hand, sowohl was die Auswahl des Produktes angeht, als auch den Preis, der dafür aufgerufen wird. Und kannst Allen entgegenrufen: Dann geh´ doch zu NETTO !
Was dafür zu tun ist, welche Weichen wie dafür gestellt werden sollten, darüber schreibe ich im nächsten Beitrag.