Der 13-jährige Paul erlitt vor einigen Wochen ein Frontzahntrauma, bei dem multiple Zähne der oberen Zahnreihe betroffen waren. Diverse Zahnfragmente fanden sich daraufhin in der penetrierenden Wunde der Unterlippe.

„Zahntechnisch“ hatte es den 23 am „schlimmsten“ erwischt.
Hier wurde alio loco eine komplizierte Kronenfraktur diagnostiziert. Da die Pulpa seit mehr als 12h der Mundhöhle exponiert war, wurde dort die Therapie einer partiellen Pulpotomie mit Biodentine-Deckung und Komposit-„Wundverband gewählt.
Es gelang zu dieser Zeit nicht, ein wirklich aussagekräftiges Röntgenbild anzufertigen. Das uns übermittelte stellte sich wie folgt dar…
Unsere Röntgenaufnahme während der Erstvorstellung sehen sie nachfolgend…
Aufgrund der veränderten Diagnosestellung folgte ein eine kleinvol. DVT-Aufnahme…
Wie wäre ihr weiteres Vorgehen? Was empfehlen Sie Patient und Eltern?
Hallo,
hat der 23 eine infizierte Pulpanekrose?
Ich würde eine WKB und Extrusion anraten + anschließend eine indirekte Restauration.
Gruß Peter
Ich kann im Video den Verlauf des Frakturspaltes nicht immer nachvollziehen. Besteht nach Abnahme der Schiene eine Beweglichkeit des Koronen Fragmentes? Falls ja und der Bruchspalt liegt äqui- bzw. palatinal leicht subcrestal würde ich chirurgisch freilegen und das Fragment adhäsiv wiederbefestigten (entsprechende Konditionierung der Bruchflächen). Die Pulpotomiegrenze muss jedoch unter der Höhe des Frakturspalts liegen. Falls dies langfristig misslingt ist WKB und weitere prothetische oder kieferorthopädische Versorgung immer noch möglich. LGJ
Ist der Zahn noch vital bzw Vitalerhalt möglich?
Ansonsten Endo und verschiedene Strategien der Restauration besprechen und erörtern.
Ich kann die Frakturlinie aus dem Einzel-Rö im DVT nicht wirklich erkennen.
Adhäsive Restauration nach chirur. Aufklappung oder Extrusion.
Bin gespannt.
LG,
Markus