
Wir vereinbaren den nächsten Termin. Ich stehe bei der Terminvergabe neben der Patientin.
„Vielleicht wäre es möglich, beim nächsten Termin nach hinten hin ein wenig Luft in ihrem Terminkalender zu lassen. Eine Behandlung am lebendigen Objekt lässt sich nämlich nur sehr schwierig bis unmöglich auf einen auf die Minute festgelegten Zeitrahmen eingrenzen.“ Sage ich.
„ICH HABE DEN TERMIN HEUTE JA NUR GENOMMEN, WEIL SIE MIR KEINEN ANDEREN TERMIN ANBIETEN KONNTEN!“ Sagt die Patientin. Energisch sagt sie das. Laut.
„Wir hätten Ihnen schon einen anderen Termin anbieten können, aber dann hätten sie bis nach unserem Urlaub bis Mitte August, also 7 Wochen warten müssen!“ Sage ich. Nicht. Ich schweige und behalte meine Meinung für mich.
Vorgezogene oder bevorzugte Terminvergabe möchte auch als solche mit dem Patienten kommuniziert werden, auch im Schmerzfall, besonders bei fordernden Patienten, mit höflichem Nachdruck. Ich kann besser damit umgehen, nicht gemocht zu werden, als mich gegängelt zu fühlen.
Gunnar
Der letzte Satz gefällt mir. LGJS