Zeiss Pro Ergo am Bodenstativ

von Mario Schulze

Bei großen Behandlungsräumen steht man bei der Installation eines Dentalmikroskopes vor dem Problem, für welche Art der Montage man sich entscheiden soll.

In meinem Fall war bei einer Raumhöhe von 3,70m die nächste erreichbare Wand zwei Meter vom Patientenkopf entfernt, unter dem Behandlungsraum liegend eine dicke Gewölbedecke und dazu ein 100 Jahre alter, sehr gut erhaltener Parkettboden.

Nach langer Überlegung entschied ich mich für eine „minimalinvasive“ Eigenkonstruktion in Verbindung mit der von der Firma Jadent angebotenen Bodenhülse zur festen Bodenmontage.

Herausgekommen ist ein auf einer 15mm starken, durch Bürsten oberflächenveredelten, individuell geformten Stahlbodenplatte befestigtes Bodenstativ. Die Bodenplatte wurde an drei Punkten mit Schrauben im Boden fixiert. Zusätzlich wird die gesamte Konstruktion durch den auf der Bodenplatte stehenden Behandlungsstuhl unterstützt.

Vorteile: Geringer Installationsaufwand, kein Schaden an der Einrichtung, Optik.

Nachteil: bei stark schwingenden Fußböden nicht empfehlenswert, in meinem Fall lediglich geringe Schwingung bei Bewegung des Patienten.

15 Gedanken zu „Zeiss Pro Ergo am Bodenstativ

    • Das Deckenbild ist ein alter Stadtplan Dresdens ohne Copyright, aufgebracht auf einer Metalleigenkonstruktion. Hat sich sehr bewährt. Ist mal was Anderes und Schulkinder haben die Anästhesie schon unbemerkt erhalten, bis sie die Frauenkirche gefunden haben.

      Viele Grüße. Mario

  1. Danke für diesen super Tipp! Haben ähnliche Probleme…vielleich ist das die Lösung!? Eine Frage noch: die Einheit ist dann durch die „Platte“ mit dem Sockel verbunden, oder steht sie „einfach so“ auf der eigens angefertigten Metallplatte?

    Isa Helbig

  2. Ist doch prima gelöst!
    Ich hatte ein ähnliches Problem und habe mich für die fahrbare Variante entschieden.
    Na der Durchschlupf für die Helferinen ist nun somit verbaut.
    Währe für mich auch die bessere Lösung gewesen! Daumen hoch!
    Frank

  3. Hallo Herr Schulze,

    danke für den schönen Beitrag :)
    Das Design des Stuhls ist doch recht ungewöhnlich… welche Firma baut sowas (und von wem kommt das Ich-kann-Alles-Cart)? :)

    VG,

    Kaj Todt

    • Hallo Herr Todt,
      der Behandlungsstuhl heißt Com4Pilot und macht seinem Namen alle Ehre. Er ist sehr bequem, ist im Raum frei beweglich, auf dem Sockel drehbar und auf Wunsch mit Massagefunktion erhältlich (hab ich leider gespart). Das Endocart stammt von der Firma Thomas- Dentalgeräte. Inklusive der Hinterkopfabsaugung erfolgte Lieferung und Installation durch die Firma Frank H. Meyer GmbH in Walluf.
      Viele Grüße
      Mario Schulze

    • Da dieser Behandlungsraum ausschließlich für die endodontischen Behandlungen genutzt wird, ist kein Speibecken erforderlich. Alle Einzelarbeitsschritte erfolgen unter Kofferdam. Nach Abschluss der WKB genügt anschließend ein kurzes Spülen mit gekoppelter Absaugung.
      PS: Das Assistenzpersonal findet es auch Klasse, kein Speibecken reinigen zu müssen.

      Viele Grüße, Mario Schulze

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