Follow up nach 8 Jahren

von Bodald Necker

Es war 2005, als sich der junge Mann mit Schmerzen oben rechts vorstellte. Es endete mit einer Wurzelkanalbehandlung am 16. Damals schon mit der Aufklärung über die Notwendigkeit einer Kronenversorgung am wurzelbehandelten Zahn, sobald dieser beschwerdefrei und röngenologisch unauffällig ist.

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Der Patient kam länger nicht mehr zu uns in die Praxis – warum auch immer.
Dieses Jahr kam er wieder zur Routineuntersuchung und meinte: „Oben rechts sollte mal eine Krone gemacht werden. Ich hab’s bis jetzt leider immer noch nicht geschafft.“
Die Frage nach Missempfinden am zu behandelndem Zahn verneinte er.
Perkussion war negativ, Sondierungwerte unauffällig.
Also zum Röntgen.

Was fällt auf nach 8 Jahren?

  • die palatinale WF scheint zu lange
  • palatinal sowie mb/mb2 scheint die WF auf den letzten Millimetern dünner geworden zu sein, möglicherweise durch Resorption des Sealers
  • ein apikales Granulom ist nicht eindeutig zu erkennen.

Wie würden Sie in diesem Fall verfahren?

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6 Gedanken zu „Follow up nach 8 Jahren

  1. Noch eine Idee: vielleicht wurde nicht der Sealer resorbiert, sondern eventuell nicht ausreichend entferntes Calciumhydroxid? Das es so röntgendicht ist würde mich zwar wundern, aber vielleicht wäre das noch ein Ansatz. Das die Guttapercha an der palatinalen Wurzel etwas lang ist, ist sicher jedem schon einmal passiert, oder aber massiv überpresster Sealer. Bis jetzt hat die Endo scheinbar funktioniert, sonst wären Probleme aufgetreten, aber wie so oft: vielleicht schafft ein DVT Klarheit bevor man hier eine Revision anfängt – und das Stück Guttapercha an der palatinalen Wurzel eventuell noch im Knochen versenkt weil man es trotz aller Mühen nicht rauskriegt… Mir sind mehr Zähne unter den Händen verloren gegangen wo ich eine Revision angefangen hatte als Zähne wegen einer schlechten WF, ist immer ein Risiko.

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