von Hans – Willi Herrmann
Hier noch mal der Zahnfilm des Falles von letzter Woche.
Der Zahn 25 sieht im Zahnfilm unauffällig aus.
Im DVT hingegen sieht man eine tiefe Aufgablung des Wurzelkanals. Während er Hauptkanal fast gerade nach apikal geht, zweigt kurz vor der Wurzelspitze der 2. Kanal nach vestibulär ab.
Mit dem Wissen um die Existenz und Lage des Kanals war es möglich, diesen mit entsprechenden Instrumenten (zunächst vorgebogene Handinstrumente, danach VDW Reciproc 25 und abschließend MTwo 30.06 und 35.06 von Hand) zu instrumentieren. Ohne dies wäre mit großer Wahrscheinlichkeit trotz abgenommener Krone nur der „Hauptkanal“ bearbeitet und mit einem einzigen Mastercone verschlossen worden.
Zwei Mastercones gleichzeitig einzuführen war auf Grund der Enge des Kanals im mittleren und koronalen Bereich unmöglich. Darüber hinaus gab es einen weiteren „klassischen“ Seitenkanal, dessen Eingang mit dem DM sichtbar war und der mit Handinstrumenten erschlossen wurde.
Alll dies berücksichtigend wurde die Wurzelkanäle gesquirtet, in Kauf nehmend, dass es bei der vorhandenen apikalen Größe der Kanäle zu einem größeren Füllungsüberschuss periapikal kommen würde.
Anbei der WF – Kontroll- Zahnfilm 25.
Nachfolgend noch ein Video Screenshot des DVT´s. Man sieht im Fenster rechts oben, daß zunächst der Kanal leicht oval angelegt ist, dann nach apikal voranschreitend einen kreisrunden Durchmesser annimmt, um sich dann circa 2,5 mm vor Ende der Wurzel in zwei Kanäle aufzuteilen. Im Fenster unten links kann man zu Beginn die eingestellte Zweiteilung erkennen. Die „Durchfahrt“ ist diesbezüglich weniger ergiebig, während im Fenster unten links bei der Durchfahrt in bukko-lingualer Richtung die Kanalzweiteilung gar nicht zu erkennen ist.

Sehr schönes Ergebnis Ha-Wi!
:-)