Adventskalender 2012 (18) – Atul Gawande, Jürgen Thorwald

von Hans – Willi Herrmann

Von Atul Gwande hatte ich immer mal wieder was im „New Yorker“ gefunden.  Er wurde dort in die Nähe des ebenfalls  in diesem Magazin schreibenden, von mir gerne gelesenen  Malcom Gladwell gerückt, konnte mich aber mit seinen bis dato dort veröffentlichten Artikeln nicht in gleicher Weise beeindrucken.

Im Juni diesen Jahres empfahl dann James Gutmann in seinem Vortrag auf dem Quintessenz Endodontie – Symposium in Berlin das Gawande- Buch -„The Checklist Manifesto“.

Ich biss an.

Mittlerweile habe ich alle drei Bücher Gawandes (neben dem oben erwähnten noch „Better“ und „Complications“) gelesen und kann diese jedem Mediziner, Angehörigen des Gesundheitswesens oder auch lediglich  QM – Interessierten nur empfehlen.

Und bei der Gelegenheit noch der Hinweis auf 2 alte, aber dennoch, wie ich finde, sehr interessante Bücher von   Jürgen Thorwald:  Das Jahrhundert der Chirurgen, über die Entwicklung der Medizin im Allgemeinen und der Chirurgie im Speziellen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.  Und „Die Entlassung“ – über den beruflichen Niedergangs des mit Demenz (heute würden wir sagen mit „Alzheimer“) gestraften Ferdinand Sauerbruch. Ein drastisches Gegenstück zur von Film und Buch bekannten „Das war mein Leben“ – Darstellung zur Hochzeit seines Wirkens.

Und noch ein Klassiker.
Die Biographie von Ignaz Semmelweis, im Laufe der Jahre von mehreren Autoren vorgelegt. Heutzutage kaum zu glauben, welchen Anfeindungen Semmelweis während seiner Reformtätigkeiten ausgesetzt war.

Sein Scheitern an  der Ignoranz des medizinischen Establishments –  eine  Tragödie.

4 Gedanken zu „Adventskalender 2012 (18) – Atul Gawande, Jürgen Thorwald

    • Ist bei mir genauso, Frau Petrikowski, ich packe es alle paar Jahre wieder mal aus und lese es erneut mit Freude. Und wie es der Zufall so will, habe ich am Tag, als sie diesen Kommentar schrieben, daraus zitiert. Es ist also immer präsent.

      Herzliche Grüße

      H.W. Herrmann

      • Präsent ist das Buch bei mir allerdings nicht. Ich habe es mir lediglich zwei Mal aus der Bücherei ausgeliehen. Aber in meinem eigenen Buch „Was geht im Operationssaal ab?“, für das ich eine Woche den Ärzten im OP über die Schulter schauen durfte, habe ich auf dieses geniale Buch hingewiesen, was sicher mein Interesse an der Chirurgie geweckt hat.

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