von Hans – Willi Herrmann
Von Atul Gwande hatte ich immer mal wieder was im „New Yorker“ gefunden. Er wurde dort in die Nähe des ebenfalls in diesem Magazin schreibenden, von mir gerne gelesenen Malcom Gladwell gerückt, konnte mich aber mit seinen bis dato dort veröffentlichten Artikeln nicht in gleicher Weise beeindrucken.
Im Juni diesen Jahres empfahl dann James Gutmann in seinem Vortrag auf dem Quintessenz Endodontie – Symposium in Berlin das Gawande- Buch -„The Checklist Manifesto“.
Ich biss an.
Mittlerweile habe ich alle drei Bücher Gawandes (neben dem oben erwähnten noch „Better“ und „Complications“) gelesen und kann diese jedem Mediziner, Angehörigen des Gesundheitswesens oder auch lediglich QM – Interessierten nur empfehlen.
Und bei der Gelegenheit noch der Hinweis auf 2 alte, aber dennoch, wie ich finde, sehr interessante Bücher von Jürgen Thorwald: Das Jahrhundert der Chirurgen, über die Entwicklung der Medizin im Allgemeinen und der Chirurgie im Speziellen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Und „Die Entlassung“ – über den beruflichen Niedergangs des mit Demenz (heute würden wir sagen mit „Alzheimer“) gestraften Ferdinand Sauerbruch. Ein drastisches Gegenstück zur von Film und Buch bekannten „Das war mein Leben“ – Darstellung zur Hochzeit seines Wirkens.
Und noch ein Klassiker.
Die Biographie von Ignaz Semmelweis, im Laufe der Jahre von mehreren Autoren vorgelegt. Heutzutage kaum zu glauben, welchen Anfeindungen Semmelweis während seiner Reformtätigkeiten ausgesetzt war.
Sein Scheitern an der Ignoranz des medizinischen Establishments – eine Tragödie.

In ein paar Tagen ”The Checklist Manifesto”.
auch in der deutschen Übersetzung:
http://www.amazon.de/Checklist-Strategie-Wie-Dinge-Griff-bekommen/dp/3442744741/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1357616765&sr=8-3
Grüße
Andreas Habash
Zu dem Buch „Das Jahrhundert der Chirurgie“ kann ich nur sagen, dass ich es sogar zwei Mal im Abstand von zehn Jahren mit Spannung gelesen habe.
Ist bei mir genauso, Frau Petrikowski, ich packe es alle paar Jahre wieder mal aus und lese es erneut mit Freude. Und wie es der Zufall so will, habe ich am Tag, als sie diesen Kommentar schrieben, daraus zitiert. Es ist also immer präsent.
Herzliche Grüße
H.W. Herrmann
Präsent ist das Buch bei mir allerdings nicht. Ich habe es mir lediglich zwei Mal aus der Bücherei ausgeliehen. Aber in meinem eigenen Buch „Was geht im Operationssaal ab?“, für das ich eine Woche den Ärzten im OP über die Schulter schauen durfte, habe ich auf dieses geniale Buch hingewiesen, was sicher mein Interesse an der Chirurgie geweckt hat.