Rhizarthrose (I)

Olaf Löffler hat hier vor einiger Zeit über die Wichtigkeit unserer Augen für unserer Tätigkeit berichtet.

Ebenso wichtig sind natürlich unsere Hände.

In diesem Zusammenhang möchte ich für eine Verschleisserkrankung sensibilisieren, die ebenfalls einen grossen Einfluss auf unser tägliches Tun haben kann:

Die Rhizarthrose.

Hierbei handelt es sich eine die Arthrose des Daumensattelgelenks – also ein Verschleiß des Gelenkknorpels, der Schmerzen, Kraftverlust und Bewegungseinschränkungen verursacht. Diese Form der Arthrose gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen der Hand, betrifft vorwiegend Frauen (Verhältnis 3:1) und kann durch Überbelastung oder genetische sowie hormonelle Faktoren bedingt sein.Die Behandlung erfolgt je nach Stadium mit konservativen Maßnahmen wie Ruhigstellung, Medikamenten und Physiotherapie oder, bei fortgeschrittenem Verschleiß, operativ. 

Interessant ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass es mit dem Lipofilling eine weitere Therapieform gibt,

Diese Eigenfetttransplantation scheint laut Studienlage eine vielversprechende Behandlung zu sein. Allerdings ist diese derzeit in Deutschland nicht erlaub, da das Paul-Ehrlich-Institut die Injektion von Eigenfett in Gelenke als „Advanced Therapy Medicinal Product“ (ATMP) einstuft. Forschungsprojekte, wie am LMU Klinikum, untersuchen das therapeutische Potenzial dieser Methode, die bei erfolgreicher Zulassung die Schmerzen lindern und die Funktion des Daumensattelgelenks verbessern könnte. Erste Veröffentlichungen hierzu gibt es aus dem Jahr 2012. Aktuell ist die Behandlung in Deutschland aber nicht möglich, trotz wissenschaftlicher und fachlicher Bestrebungen, sie zu etablieren. 

Ggf. ist jedoch der Blick über unsere Landesgrenzen hinaus hilfreich, um hier diese Therapieform „zu finden“…

Screenshot

Wie bei jeder Erkrankung ist es von Vorteil im Frühstadium zu reagieren. Häufig werden die Erstsymptome aber nicht erkannt btw falsch gedeutet.

Die Anfangssymptome umfassen Schmerzen an der Daumenbasis, besonders bei Belastung und Drehbewegungen wie Flaschenöffnen, sowie ein Gefühl von Instabilität und Kraftverlust im Daumen. Weitere Anzeichen können eine leichte Morgensteifigkeit, Schwellungen und hörbare Reibegeräusche (Krepitation) im Daumensattelgelenk sein. 

Grundsätzlich erscheint es sinnvoll, dass wir auch (prophylaktisch) physiotherapeutische Übungen in Betracht ziehen. Dazu gibt es von Liebscher & Bracht sehenswerte Videos:

https://www.youtube.com/watch?v=WRqs_1Fdqsk







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