IDS – Nachlese 2025 (3) NITI-Instrumente

IDS – Nachlese 2025 (3)
NITI – Instrumente

Brauchen wir überhaupt noch neue NITI – Instrumente?
Die Menge des Angebots ist auf jeden Fall schon jetzt kaum noch überblickbar. Und neben den Original-Konzepten gibt es nun eine noch wesentliche grössere Anzahl an Kopien, die natürlich alle laut Herstellerrepräsentantenaussage am Stand in Köln mindestens genauso gut sind, aber zu einem deutlich günstigeren Preis angeboten werden.

Ist dem so?
Ich weiss es nicht.
Weil ich es nicht ausprobiert habe.
Warum eigentlich nicht ?
Weil mein Leidensdruck, ein Misserfolgsrisiko und/oder Bruchrisiko einzugehen, nur um ein paar Euro einzusparen, ein nicht vorhandener ist. Zumal die Instrumentenkosten ein durchlaufender Posten sind. Und in der Gesamtsumme der Behandlungskosten nur einen geringen, nicht relevanten Anteil ausmachen.

Insofern sage ich an dieser Stelle wieder einmal, was ich bei fast allen hochgelobten revolutionären Produkten sage, deren Nutzen sich mir nicht unmittelbar erschliesst. Soll doch erst mal der Kollege zwei Türen weiter das ausprobieren und ich schaue mir in Ruhe an, wie sich das Ganze entwickelt. In diesem Zusammenhang noch – Redet noch jemand von Resilon ? Ein revolutionärer Wurzelkanalfüll-Trend („Guttapercha war gestern!“, dem ich bewusst nicht gefolgt bin. Und auch die so hochgelobten biokeramischen Sealer müssen erst noch den Test der Zeit überstehen.

Zurück zu den NITI-Instrumenten. 
Das eigentlich spannende, was NITI -Instrumente angeht, fand auf der IDS weniger auf dem Messe-Tisch, als vielmehr unter dem Tresen statt. Man konnte nämlich gegebenenfalls neue Instrumente in Augenschein nehmen, die zwar noch nicht offiziell präsentiert werden konnten, deren Markteinführung aber im Laufe der nächsten 12 Monate wahrscheinlich sein wird. Zwei dieser Instrumentenkonzepte konnte ich vorab schon evaluieren, ein drittes zum ersten Mal in Augenschein nehmen und am Plexiglasblock/3D-Druck Zahn ausprobieren.

Am Stand von ZARC, einem spanischen Hersteller, der in China fertigen lässt, wurde noch ein weiteres neues Instrument gezeigt. Über dem Tresen. Wärmebehandelte Legierung ist ja nix Neues, aber hier wurden unterschiedliche Bereiche unterschiedlich wärmebehandelt. Macht das Sinn? Es klingt auf jeden Fall vernünftig, dem Bereich der Instrumentenspitze eine andere Produkteigenschaft zu geben als dem Rest des Instrumentenschaftes.

Wir dürfen also gespannt sein, was in nächster Zukunft uns alles diesbezüglich erwartet. 
Und ich werde berichten, sobald das offizielle Okay dazu gegeben ist.

Kommentar verfassenAntwort abbrechen