Bilder des Tages – GraWei-Regel

Wer das in diesem Jahr erschienene Endodontie- Lehrbuch – „Das kleine 1*1 der Endodontie“ in Händen hielt, der wird vielleicht auch im Herrmann-Kaaden schen Kapitel über die Gestaltung der endodontischen Zugangskavität geblättert haben. Wer mich im Laufe der Jahre gehört hat, der weiss, dass ich neben aussagekräftigen Fotos vor allem Wert auch auf einprägsame Faust-Regeln lege. Nachfolgend ein paar Bilder des Tages zur GRA-WEI -Regel. Diea da ausformuliert lautet: „Im Grauen sollst Du Graben, dem Weissen sollst Du Weichen.“

Was damit gemeint ist ?
Bild 1 zeigt am Zahn 16 einen diskreten sehr feinen mesiobukko-palatinalen Kanaleingang, der berühmt-berüchtigte MB2. Dem Morita Adverl Evo Erb:YAG Laser sei Dank schön freigespült und damit sichtbar gemacht. Und wo liegt der Kanaleingang? Exakt an der Grenze Dunkel-Hell, Grau-Weiss. Und wenn man dann im Dunkel-Grauen Graebt, sieht man im Bild 2 den Zustand nach vollständiger Aufbereitung.

Wie man es hingegen nicht machen sollte ?

Zeigen die nachfolgenden Fotos. Hier wurde unnötigerweise die Zugangskvität weit weit weit bis zur mesialen Aussenkante des Zahnes hin ausgedehnt. Vollkommen unnötig , denn man sieht auch hier, das die Kanäle am Übergang Dunkel- Hell liegen.

Und das ist der Grund, warum ich diese Fotos zweier Fälle eines Behandlungstages hier einstelle. Wir sehen immer wieder solche Kavitäten wie im Beispiel II, nicht selten mit Perforation zur Aussenseite hin

Vielleicht mal eine Idee, wieder mal in einem Fachbuch zu blättern?
Denn das „Kleine Einmaleins der Zahnheilkunde“ sollte jeder Generalist beherrschen. Trifft im Übrigen nicht nur auf die Trepanation zu, sondern auch auf die Wurzekanalfüllung, wie das intrakanalär vorhandene schleimige Sekret bei der WF-Revision offenbart.

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