Liebe Autoren von Wurzelspitze, liebe Mitlesende

Liebe Autoren von Wurzelspitze (liebe Mitlesenden),

gestern hat sich ein 8jähriges Mädchen bei mir vorgestellt mit den im Angang ersichtlichen Fehlbildungen der oberen 1er. Die Zähne sind sensibel.

Anamnestisch ist eine psychische Auffälligkeit mit bestätigter ADHS Diagnose zu erwähnen mit medikamentöser Therapie erst seit kurzem also nicht während Dentogenese.

Das Kind ist in kieferorthopädischer Behandlung, deswegen hatte ich gestern kein Röntgenbild angefertigt. Die Bilder fordere ich erst an, sorry.

Meine Fragen an Euch:

Sind das für Euch typische Veränderungen -ich sehe das zum ersten Mal- , die in Richtungirgendeines Syndroms weisen?    …mit weiteren eventuell schwerer wiegenden allgemeinärztlich zu berücksichtigenden Befunden?

Kann das eine Form eines dens invaginatus sein? Das werde ich dann ohnehin auf mögliche Veränderungen apikal röntgenologisch überprüfen.

Wie würdet Ihr mit den Zähnen kieferorthopädisch umgehen:

  1. Axial korrekte Einstellung der Wurzeln führt zu unmöglicher Position der Kronen mit später umfassender Präparation mit dann wohl zwingend notwendiger endodontologischer Intervention?

oder 

  1. Optimierte proklinierte Einstellung der Zahnkronen mit dann weit palatinal retroklinierter Richtung der Wurzelanteile? Weniger Präparationstrauma aber ungünstigerer Kraftvektor auf die Wurzeln.

Danke für Eure Tipps,

Gruß Ulf Kerkhecker

5 Gedanken zu „Liebe Autoren von Wurzelspitze, liebe Mitlesende

  1. könnte ein Milchzahntrauma dahinter stecken? Schaut aus, als wäre der Zahn verbogen. Mehr fällt mir leider nicht dazu ein.

    • Danke das könnte schon sein. Traumata sind anamnestisch durchaus dokumentiert. Allerdings produzieren Traumata ja tendenziell eher lokal umschriebene Veränderungen im Schmelz und nicht derart gleichmäßige „Totalverbiegungen“ ohne irgendwelche Spuren von Gewalteinwirkung im äußeren Schmelz.

    • Trauma könnte anamnestisch durchaus sein, allerdings würde ich dann eher lokal umschriebene Veränderungen im Schmelz erwarten und nicht diese Totalverbiegung ohne jegliche Strukturveränderung im äußeren Schmelz.

  2. Lieber Autor, liebe Mitlesenden.
    Eigentlich genieße ich den Wurzelspitze-Blog nur als stummer Mitleser, möchte aber bei diesen Bildern an Folge #106 (Endo bei Dilazeration) von Intradental verweisen.
    In dieser wird ein bleibender Frontzahn 30 Jahre nach Milchzahntrauma mit extrem abgeknickter Wurzel endodontisch versorgt.
    Könnte passen.

    Liebe Grüße aus Regensburg

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