Zahn 26 der heute 53-jährigen Patientin wurde vor weit mehr als zehn Jahren von einem Endo-Spezialisten behandelt.
In all den Jahren war der Zahn (klinisch) unauffällig. Zuletzt berichtete die Patientin jedoch über ein gewisses „Missempfinden“.
Die klinische Untersuchung ergab keinerlei Besonderheiten (Taschensondierung, Lockerungsgrad etc.)
Das daraufhin angefertigte Einzelzahnröntgenbild zeigte jedoch eine Aufhellung an der mesio-bukkalen Radix. Rein radiologisch erschien die Präparation der dazugehörigen Kanalsysteme ggf. als „zu kurz“

Das wahre Ausmass der Problematik zeigte sich jedoch (mal wieder) erst im DVT…
Bei der daraufhin durchgeführten intrakanalären Diagnostik (IKD) könnte die interradikuläre Aufhellung einem (sehr dezenten) Riss zugeschrieben werden.
Erstaunlich finde ich jedes Mal wieder, wie unterschiedlich der Ausprägungsgrad eines solchen Risses ausfallen kann. In diesem Fall erst etliche Millimeter nach dem Kanaleingang ersichtlich und nur durch Anfärbung mit Kariesdetektor sicher detektierbar…
ein weiterer Zahnerhalt erscheint leider nicht möglich zu sein…
Es lebe das DVT. Dort ist der für eine VRF typische laterale Läsion zu erkennen. LGJ