Gestern stellte sich der 12-jährige Ludwig erstmals in Begleitung seines Vaters bei uns vor.
Der Junge hatte am vergangenen Samstag in einem Schwimmbad versucht eine Wasserrutsche hinaufzulaufen (wie so oft!) und war auf halber Strecke gestürzt.
Des Resultat war u.a eine veritable Intrusion der Zähne 11 und 12 (inklusive Kronenfrakturen von 11 und 21).

Glücklicherweise wurde bei der Erstversorgung in einer Universitätsklinik der Weg einer chirurgischen Repositionierung gewählt und die Zähne entsprechend geschient…
Leider wurde darauf verzichtet, die Gingiva-Verletzung zu vernähen…
Das DVT zeigt das Resultat der Krafteinwirkung auf den bukkalen Alveolarknochen bei fehlender Repositionierung, die für den Heilungsverlauf sehr vorteilhaft gewesen wäre…
In diesem Fall beginnen wir zeitnah mit einer endodontischen Behandlung der Zähne 11 und 12, um entzündlich bedingten Resorptionsprozessen ein stückweit entgegenzuwirken…
ich werde demnächst über den weiteren Verlauf dieser zum Glück recht seltenen traumatischen Verletzung berichten…
Schwimmbad-Rutsche hochgelaufen – auch bei uns leider DER Klassiker…
Das liest sich schon schmerzhaft.
Ich frage das nächste mal in der Therme den Bademeister nach einer Zahnrettungsbox.
Bei der Erstversorgung hatten die Kollegen die aufgetriebene Alveolenwand nicht so vor Augen wie sich das so plastisch auf den DVT zeigt. Die Frage ist auch, ob eine Reposition des dünnen Bündelknochens und Naht der Gingiva eine Resorption verhindern könnte. Jetzt in den entzündeten Zustand dies nach zu holen, ist noch fraglicher, doch wäre es mein Kind, würde ich es tun. Ich bin gespannt wie das ausheilt.