Kronenersatz

von Maximilian Weber

Das glücklicherweise kleine Trauma (zurückprallendes Holzscheit) führte zu einer Fraktur der Keramikverblendung am Brückenglied des Zahnes 12.
Eine komplette Neuanfertigung des Zahnersatzes (8-gliedrige Brücke plus Modellguss) war dem Patienten zu teuer, aber es sollte doch wieder so aussehen wie vorher.
Einzige sinnvolle Möglichkeit, neben einem Kunststoffaufbau, war eine Krone über Krone (hier besser Krone über Brückenglied).
Die Verblendung wurde mit Rotringdiamanten auf ein Mindestmass reduziert, Ziel war es eine dünne Schicht Keramik über dem Opaker stehen zu lassen, um
– optisch durchscheinendes Metall nicht abdecken zu müssen, und
– an der Keramik einen besseren Haftverbund erreichen zu können, als am Metall.

Der Zahntechniker hat ein „Käppchen“ aus Zirkonoxidkeramik gefertigt und verblendet, innen wurden makromechanische Retentionsrillenen gefräst.

Käppchen und der „Stumpf“ wurden sandgestrahlt, und das Käppchen mit RelyX eingesetzt.

Wir werden sehen, ob es hält.
Ähnliche Versorgungen, allerdings Metallkäppchen mit Keramikverblendung, haben wir schon öfters gemacht, die hielten bis jetzt alle.
Optisch waren sie aber leider immer kompromissbehaftet.

Ein Gedanke zu „Kronenersatz

  1. Klasse Idee und Ausführung!
    Aber mal eine Frage: Wieso kam eine intraorale Reparatur der Verblendung, z.B mit Cojet-Monobond S- Heliobond- ggf. Empress direkt Opaker – Empress direkt Dentinmasse usf. nicht in Frage?
    Ich habe das mit guten Langzeiterfahrungen einige Male ausgeführt und die Patienten sind über die schnelle und vergleichsweise preiswerte Abhilfe sehr glücklich.
    Herzliche Grüße
    Thomas

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