Bild des Tages – Handfeilen zur Erschließung

von Donald Becker

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERASo schwierig sah der Zahn jetzt gar nicht aus.
Aber von aussen und nur mit Hilfe eines Röntgenbildes kann man die Schwierigkeiten, die in einem Wurzelkanal stecken, nicht immer erkennen. Eigentlich so gut wie nie, aber das ist ein anderes Thema.

Die gesammelten und wegen Aufdrillung zu verwerfenden Handfeilen, 25 an der Zahl, waren hauptsächlich notwendig zur Erschließung des mesiobukkalen Kanals.

8 Gedanken zu „Bild des Tages – Handfeilen zur Erschließung

  1. Offenbar geht es anderen auch nicht besser als mir heute (26 mit fünf Kanälen, alle fast vollständig mit Dentikeln gefüllt)…
    Frage: Wenn Du diese vielen Handinstrumente in Rechnung stellst ( so ein Fall passiert ja gar nicht so selten), wird das das von den Versicherungen bemängelt Deiner Erfahrung nach?

    LG Bernard

    • Hallo Bernard,

      ich antworte Dir, weil ich denke, dass Donald es ähnlich sieht wie ich. Die GOZ lässt die Berechnung von Ni Ti – Instrumenten in Einmalanwendung zu. Die Handfeilen waren aus Stahl, demnach ist dieser Weg (zumindest im vorliegenden Falle) verschlossen. Der hohe Materialaufwand muss also über den Faktor der GOZ- Position eingepreist werden.

      Herzliche Grüße

      Ha – Wi

      • Hallo Ha-Wi,

        ich teile Deine Auffassung: § 5 Absatz 2 der GOZ sieht als Anknüpfungspunkte für die Berechnung eines erhöhten Faktors an:

        – Schwierigkeit der einzelnen Leistung, die sich nach Satz 2 auch aus der Schwierigkeit des Krankheitsfalls ergeben kann,
        – Zeitaufwand der einzelnen Leistung,
        – Umstände bei der Ausführung.

        All dies scheint ja im vorliegenden Fall gegeben zu sein, so dass die Abrechnung eines erhöhten Faktors gut begründbar scheint.

        Herzliche Grüße, auch an Donald

        Haya

  2. Genau. Da solche Mengen an Feilen ja nicht vornherein absehbar sind, kann das also nur kompensiert werden durch einen Steigerungsfaktor, der auch für solche Unwägbarkeiten genug Spielraum lässt, oder? Wenn es einfacher wird, kann man ja auch reduzieren.

    Herzliche Grüße

    Bernard

  3. Auf Verlangen des Patienten können die Handfeilen dem Patienten übergeben werden, sofern er dafür bezahlt. Ein „in Rechnung stellen“ ohne seinen Wunsch geht nicht. Ich sehe es teilweise echt schwierig mit den Kosten bei einer Endo, auch mit GOZ, wenn z.B. so eine Molarenrevision mal mit allen möglichen Problemen seine 4h dauert… Eine Praxis hat mir den Weg über eine Ä5004 benannt für den Einsatz des Mikroskopes und einer realistischen Vergütung (oder reichen euch die 22€ aus der GOZ für den Mikroskop Einsatz?) , aber Versicherer zahlen die eigentlich gar nicht. Könnt ihr irgendwelche Abrechnungsseminare empfehlen wo sowas effektiv angegangen wird?

    Danke und Gruß,

    Gregor

    PS: Bei dem Anblick der Handfeilen kam mir nur „Die neuen Leiden des jungen B“ in den Kopf :D

  4. http://www.loser.de/index.php?app_cmd=showPage&param%5Bpage%5D=catalog&param%5Bevent%5D=system&param%5Bsystem_id%5D=ZZZ0507

    Für solche Fälle kann ich das Endo-Express System von Loser wärmstens empfehlen. Ich benutze es übrigens mit normalen Stahlfeilen und nur das Handstück und nicht die Safesider Feilen. Maschinelle Aufbereitung schon mit ISO 6, ein Traum. Unbedingt probieren. Durch das Handstück IST auch die Zugänglichkeit gerade im Ok deutlich verbessert.

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