Nachfolgend zeige ich unsere beiden letzten Fälle einer Fragmententfernung.

Unser Vorgehen ist dabei zunächst die „unproblematischen“ Kanalsysteme zu präparieren, bevor ich mich um das Fragment kümmere.
Bei diesem Schritt präpariere ich das Kanalsystem dann zunächst in der Regel bis zu einer Größe von ISO 45 (Wave One Gold). Nachfolgend kommen dann Ultraschallansätze der ISO-Größe 25 und ggf. 15 zur Anwendung (Cave: Abdeckung der anderen Eingänge mittels Wattepellet).
Wichtig ist mir hierbei dem Patienten keine „Wasserstandsmeldungen“ hinsichtlich der Fortschritte abzugeben. Getreu dem Motto: “ Es bewegt sich schon, jetzt haben wir es gleich“…
leider ist so ein Umstand nämlich kein sicherer Garant dafür, dass das Instrument tatsächlich gleich entfernt ist…
raten Sie, woher ich das weiss
;-)
Sollte die Spitze des Instrumentes beim entfernten Fragment nicht erkennbar sein empfiehlt es sich zu diesem Zeitpunkt ein Röntgenbild anzufertigen, um das Erreichte zu kontrollieren. Ggf. ist das Fragment nämlich in sich nochmals frakturiert. Dies passiert meiner Meinung nach am ehesten bei NiTi-Fragmenten…
In unseren beiden Fällen handelte es sich um ein Niti- bzw. Stahl-Fragment. Der zeitliche Aufwand lag bei 30 bzw. 20 Minuten…
der restliche Ablauf war dann „Routine“….
Lieber Christoph, heißt das, Du nimmst die WWG 45 und gehst rotierend bis auf Kontakt mit dem Fragment oder misst Du Dir die Länge vorher aus und bleibst 0,5 mm kürzer? LGJ
Ich bleibe nicht „kurz“ Jörg… machst Du das so?
lgc
Ich bin einfach noch nie auf die Idee gekommen, es rotierend mit einer dickeren Feile als der zu erwartende Fragmentquerschnitt zu versuchen. ;)