2D vs. 3D (XIII)

von Ronald Wecker

Das es sich in vorliegendem Fall um eine Invagination handelt wird bereits beim Betrachten des digitalen Einzelbildes klar.

Seit ca. 4 Wochen bemerkt die Patientin eine vestibuläre Druckdolenz. Die apikale Aufhellung lässt auf eine Pulpanekrose schließen.

Die Sensibilitätsprüfung der Zähne 22 bis 11 war …. POSITIV! Ausser einer geringen palpatorischen Druckdolenz zeigten sich keine weiteren klinischen Symptome.

Das angefertigte DVT zeigt einmal wieder die wahre Ausdehnung der knöchernen Destruktion. Es gibt allerdings auch für die Therapie wichtige Hinweise.

Die Invagination ist mesiopalatinal gelegen und reicht, schmelzausgekleidet, bis über das mittlere Wurzeldrittel hinaus. Im DVT deutlich zu erkennen ist eine kleine, an der distalen Wand der Invagination gelegene, Abzweigung, die in der nierenförmigen Einziehung der Wurzelspitze von 22 endet.

Eine Vitalerhaltung der Pulpa des weiter bukkal gelegenen Hauptkanals wird angestrebt.

6 Gedanken zu „2D vs. 3D (XIII)

  1. Sehr geehrter Herr Wecker,
    Sie zeigen gelegentlich wirklich sehr interessante Fälle. Aber bei allem Respekt, in Ihren Berichten entwickeln Sie die Tendenz, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen: Von “dem ganzen Ausmaß der knöchernen Destruktion” kann hier doch wirklich keine Rede sein. Hier ist gar kein Knochen zerstört. Es handelt sich vielmehr um eine einfache Aufhellung, will heißen, der Knochen ist teilweise entzündlich demineralisiert, die Knochenstruktur jedoch in allen Bereichen noch sehr gut erkennbar. Das DVT übertreibt wie üblich. Wenn 30% des Knochens entmineralisiert sind, ist er röntgenologisch schon nicht mehr darstellbar. Wir befinden uns also in einem Stadium sehr deutlich unter 30%.

    Herzliche Grüße

    Rüdiger Osswald

    • Sehr geehrter Herr Osswald,

      Ihre Anerkennung freut Herrn Wecker sehr.

      Allerdings kann er Ihre im Weiteren getroffenen Aussagen nur mit einem freundlichen Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen.

      Angesicht der Qualität der auf Ihrer Homepage veröffentlichten Röntgenbilder klinischer Behandlungsfälle kann er jedoch jetzt nachvollziehen warum Sie Mücken und Elefanten ansprechen. Wenn Sie viele Ihrer dargestellten Behandlungsfälle als ausgeheilt betrachten erkennen Sie offensichtlich Mücken nicht und halten erst größere Lebewesen für dieselben.

      Herzliche Grüße von Ronald Wecker

  2. Hi Ronald,

    es sit also geplant, die Invagination zu behandeln, während der bukkal gelegene Kanal nicht wegrührt werden soll, richtig? Kannst Du beim scrollen durch das DVT eine Kommunikation zum bukkalen Kanal erahnen?

    VG
    O

    • Hallo Oscar,

      so hat es Ronald vor. Die Kommunikation könnte im am weitesten apikal gelegen Bereich liegen. Wie aber ist dann die klare Kaltsensibilität zu erklären?

      Grüsse von Ronald

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